Passwort vergessen?  | 
 |  Passwort vergessen?  | 
Suche
  • Login
  • Login

Dienstag, 12. Dezember 2017

Perspektiven 2017

Auf dem Weg in die Gesellschaft 4.0

Von Marco Dadomo | 12. Januar 2017 | Ausgabe 01

VDI-Präsident Udo Ungeheuer gibt einen Ausblick auf die wichtigsten VDI-Themen des Jahres.

Aufmacher BU (3)
Foto: Bild: panthermedia.net/sitthinan saengsanga

Herausforderung: „Arbeit in der digitalen Transformation“ ist Jahresthema des VDI.

"Auch das Jahr 2017 wird beim VDI unter dem Zeichen der Digitalen Transformation stehen“, so VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer zum Ausblick auf die diesjährigen Kernthemen des Ingenieurvereins. „Natürlich werden wir uns weiterhin mit den Entwicklungen bei Industrie 4.0, Big Data, Internet der Dinge und dem immer wichtiger werdenden Thema der digitalen Geschäftsmodelle beschäftigen. Unser Hauptaugenmerk werden wir aber auf die neue digitalisierte Arbeitswelt legen.

Foto: VDI/Catrin Moritz

Ungeheuer: „Die Digitalisierung der Arbeit verändert unsere Gesellschaft.“

Deswegen heißt unser Jahresthema ,Arbeit in der Digitalen Transformation‘. Dabei geht es uns neben den technisch-wissenschaftlichen Aspekten auch um die Frage, wie sich das Berufsbild und die Ausbildung für Ingenieurinnen und Ingenieure verändern müssen. Darüber hinaus machen wir uns als Ingenieure Gedanken, welche gesellschaftlichen Auswirkungen die digitale Transformation mit sich bringt und wie wir diese positiv gestalten“, so der VDI-Präsident weiter. Nicht umsonst würden erste Stimmen bereits von der Gesellschaft 4.0 sprechen und da werde der VDI „mitgestalten und Verantwortung übernehmen“. Der gesamte Transformationsprozess ließe sich ohne Ingenieure und gut qualifizierte technische Fachkräfte nun mal nicht meistern. „Bereits am 25. Januar, auf unserer fünften Industrie-4.0-Fachtagung in Düsseldorf, werden wir das Thema dahingehend betrachten, wie sich die Arbeitswelt im Bereich der industriellen Produktion verändert.“

Auch auf der CeBIT und der Hannover Messe wird sich der VDI zum Jahresthema positionieren.

Ein Highlight des Jahres ist Ungeheuer zufolge der Deutsche Ingenieurtag 2017 (DIT) des VDI, der am 11. Mai in Düsseldorf stattfindet. Rund 1500 Teilnehmer werden erwartet. „Wir haben den DIT unter das Motto unseres Jahresthemas gestellt und werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sprechen und dabei auch die Rolle der Ingenieurinnen und Ingenieure in der Digitalen Transformation diskutieren.“ In seiner Grundsatzrede werde Ungeheuer die derzeitigen und künftig zu erwartenden Veränderungen aufgreifen und aus Sicht der Ingenieure Stellung dazu beziehen.

Neben dem aktuell beherrschenden Thema der Digitalisierung hat VDI-Präsident Ungeheuer aber noch ein anderes und aus seiner Sicht ebenso wichtiges Thema im Blick: „Die in wesentlichen Teilen noch nicht erfolgreiche Bologna-Reform. Beabsichtigt waren unter anderem eine hohe Durchlässigkeit in Studium und Berufsausübung und damit Mobilität innerhalb Europas. Darüber hinaus sollte eine internationale Vergleichbarkeit und Anerkennung der Studienleistungen sichergestellt und damit ein europäischer Hochschulraum geschaffen werden.“

Diese Ziele seien so noch nicht erreicht. Am meisten ärgere er sich über die mangelnde Anerkennung des deutschen Bachelor-Studienabschlusses durch angelsächsische Länder wie die USA und Großbritannien oder auch Staaten wie China und Japan, die den sogenannten Washington Accord unterzeichnet hätten. Dazu gehörten auch die USA und China. „Stattdessen haben wir heute oft ein unklares Berufsbild für Ingenieure, weil die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ bei Bachelor- oder Master-of-Science-Studiengängen häufig fehlt. Und bei inzwischen über 3500 angebotenen Studiengängen wissen viele junge Menschen gar nicht mehr, dass sie Ingenieurwesen studieren.“

Diesen „Ungereimtheiten“ will der VDI ans Leder und Ungeheuer kündigt für das Frühjahr an, dass sich der VDI dieser Themen intensiver annehmen werde. 

stellenangebote

mehr