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Donnerstag, 13. Juli 2017, Ausgabe Nr. 28

Donnerstag, 13. Juli 2017, Ausgabe Nr. 28

Wohltätigkeit

Bedürftigkeit kann jeden treffen

Von Hanna Büddicker | 13. Juli 2017 | Ausgabe 28

Die VDI-Ingenieurhilfe gibt Mut und Hoffnung. Die Vertrauensleute in den Bezirksvereinen helfen in Not geratenen Kollegen und ihren Familien.

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Foto: VDI

Grüße aus Alexisbad: Auf ihrer Arbeitstagung tauschten sich die Vertrauensleute der Ingenieurhilfe über ihre Erfahrungen aus.

Alle zwei Jahre treffen sich die ehrenamtlichen Vertrauensleute der VDI-Ingenieurhilfe in Alexisbad in Sachsen-Anhalt, dem Gründungsort des VDI. Ziel des Treffens ist es, einerseits nützliche Informationen zu gesetzlichen Änderungen wie etwa der Pflegeversicherung zu erhalten und andererseits sich über Erfahrungen auszutauschen: „Es ist wichtig, dass die Vertrauensleute, die vor Ort zu den Menschen gehen und sich mit größtem Engagement für sie einsetzen, über ihr Erlebtes sprechen und sich gegenseitig in ihrer Arbeit bestärken“, so Sigrid Flade aus der Geschäftsstelle der VDI-Ingenieurhilfe anlässlich der 27. Arbeitstagung im Juni.

„Ihr Job ist sehr bewegend und so können besonders die neuen Vertrauensleute von den erfahrenen lernen und nützliches Feedback bekommen. Manche sind sogar mehr als 25 Jahre mit Leib und Seele dabei.“ Der Austausch dient dazu, den Blick der Teilnehmer auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu schärfen und sie zu sensibilisieren.

Darüber hinaus geht es auch darum, sich zu vernetzen, um über die Grenzen der Bezirksvereine hinaus Hand in Hand arbeiten zu können. In Not geratene Ingenieure, deren Hinterbliebene oder auch Personen in deren Umfeld können sich im Internet informieren und mit ihrem Anliegen direkt an die Vertrauensperson in ihrer Region wenden. Jeder Fall wird persönlich, diskret und absolut vertraulich betreut.

Die Ehrenamtlichen der VDI-Ingenieurhilfe sind deutschlandweit in den Bezirksvereinen tätig und helfen ihren Kollegen, indem sie den Betroffenen wieder Mut, Hoffnung und Zuversicht geben.

„Dabei setzt sich die Ingenieurhilfe für alle Ingenieure und Studierenden der Ingenieurwissenschaften ein – ganz gleich, ob sie Mitglied sind oder nicht“, so Flade. „Egal ob durch Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit – Bedürftigkeit macht keine Unterschiede.“

Die VDI-Ingenieurhilfe blickt auf eine lange Historie zurück. Sie ist bereits seit 1894 aktiv und ein eigenständiger, gemeinnütziger Verein an der Seite des VDI. Sie finanziert sich ausschließlich über Spenden. Dort, wo sie gebraucht wird, handelt sie schnell, gezielt und unbürokratisch: Sie berät in schwierigen Lebenslagen, begleitet bei Bankterminen oder Ämtergängen, übernimmt Sachmittelleistungen oder Kosten für Erholungsmaßnahmen.

Vorsitzender ist seit diesem Jahr Thomas Hahn. Er engagiert sich seit langer Zeit im Vorstand des Halleschen Bezirksvereins. Das Konzept der Ingenieurhilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die Betroffenen sollen in ihrer Eigenständigkeit gestärkt werden. Bei Schicksalsschlägen unterschiedlicher Art steht die Ingenieurhilfe mit Rat und Tat zur Seite.  

http://www.vdi-ingenieurhilfe.de

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