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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Weiterbildung

Bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse

Von Hans Sokoll | 27. Juli 2017 | Ausgabe 30

Der Lehrgang „Betriebsingenieur VDI“ widmet sich dem Thema Sicherheit, das bei Anlagenbetreibern höchste Priorität hat.

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Foto: BASF SE

Hoch hinaus: Betriebsingenieure müssen stets die gesamte Produktionskette im Blick behalten.

Viele erfahrene Betriebsingenieure sehen mit Besorgnis, welchen Weg Firmen wählen, um Hochschulabsolventen in den Besitz des wertvollen Erfahrungsschatzes der „Altgedienten“ zu bringen. Durch wachsenden Kostendruck werden gemeinsame Arbeitszeiten von Vorgänger zu Nachfolger kürzer, ausführliche Übergaben finden seltener statt.

Zertifikatslehrgang „Betriebsingenieur VDI“

An dieser Stelle setzt der modular aufgebaute Zertifikatslehrgang „Betriebsingenieur VDI“ des VDI Wissensforums an. „Sicherheit geht jeden etwas an, denn unsere Sicherheit ist unser höchstes Gut“, sagt Andreas Axt, Maintenance Engineer bei BASF. Er schloss Ende 2016 als erster Absolvent den Lehrgang zum Betriebsingenieur ab. „Beim Thema Sicherheit dürfen wir keine Kompromisse eingehen. Nur wenn wir Sicherheitsbedenken und -mängel offen kommunizieren, können wir zukünftige Ereignisse verhindern und sicher arbeiten.“

Der Betriebsleiter und der Betriebsingenieur sind das wesentliche Glied in der physikalischen Produktionskette, umgeben durch Unterstützer und Zuarbeiter.

Beginnend bei Produktionsplanung/Supplychain und deren enger Verzahnung mit dem Assetmanagement hat jedes Unternehmen in großer Anzahl Supportfunktionen aufgebaut. Insbesondere der Betriebsingenieur steht zunehmend im Fokus, da ihm in der Regel die Verantwortung für das Produktionsequipment obliegt. Diese Aufgaben beanspruchen in zunehmendem Maße das knappste Gut des Betriebsingenieurs: seine Arbeitszeit.

„Vor Beginn jeder Arbeit muss es eine persönliche Gefährdungsbeurteilung sowie eine Sicherheitsbetrachtung geben. Dabei wird analysiert, welche Gefährdungen die anstehende Arbeit mit sich bringt und welche Gegenmaßnahmen im Ereignisfall nötig sind. Diese Absprachen werden schriftlich festgehalten. So machen wir uns immer wieder bewusst, wie wichtig das Thema Sicherheit ist“, erläutert Axt und betont: „Wir sollten uns jedes Mal aufs Neue fragen, wie wir unsere Aufgaben sicher ausführen bzw. noch sicherer machen können. Gerade hierfür war das Pflichtmodul 3 Instandhaltungsmanagement des Lehrgangs zum Betriebsingenieur eine große Hilfe.“

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