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Dienstag, 12. Dezember 2017

Jugendarbeit I

Feuer und Flamme für die Wissenschaft

Von VDI | 22. Juni 2017 | Ausgabe 25

Im ernsthaften Wettbewerb kam der Spaß nicht zu kurz beim VDI-Schülerforum. Die Juroren zeigten sich beeindruckt von den Leistungen des Nachwuchses.

Experiment
Foto: Wolfgang Magin, VDI Bezirksverein Frankfurt-Darmstadt

Spaßfaktor: Spektakulär war die „Feuer- und Eis-Show“ des Frankfurter Mitmach-Museums Experiminta.

Einen Besucherrekord stellte das VDI-Schülerforum in diesem Jahr auf: Es kamen 600 Schülerinnen und Schüler aus 14 Schulen am 9. Juni in die Frankfurt University of Applied Sciences (UAS).

Die Projekte der einzelnen Schüler konnten sich sehen lassen: Ganz pragmatische Erfindungen wie eine smartphonegesteuerte Anlage zur Pferdefütterung, eine Solarjalousie oder ein küchentauglicher Rauchmelder waren ebenso dabei wie die wissenschaftliche Beschäftigung mit aktuellen Fragen, etwa ob Nanopartikel gefährlich für Mikroorganismen sind.

Die Juroren beurteilten nicht nur Qualität und Wissenschaftlichkeit der Projekte, sondern auch, ob die vorgegebene Vortragsviertelstunde eingehalten wurde und die Schülerinnen und Schüler Fragen in englischer Sprache beantworten konnten.

In die Bewertung, die nach einem mit dem hessischen Kultusministerium abgestimmten Schema ablief, flossen außerdem die Qualität der schriftlich eingereichten Referate ein sowie der Plakate, die im Foyer der Hochschule aufgehängt worden waren. „Die Beiträge beim Schülerforum waren immer schon gut, aber sie werden jedes Jahr besser“, zeigte sich Armin Huß, Maschinenbauprofessor und stellvertretender Vorsitzender des VDI Bezirksvereins Frankfurt-Darmstadt, begeistert.

Wichtig ist den Organisatoren vom VDI Frankfurt-Darmstadt, mit über 6000 persönlichen Mitgliedern einer der bundesweit größten Bezirksvereine, aber auch der Spaßfaktor: Sichtlich genossen die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr, Hochschulluft zu schnuppern. Einige trafen bei der Besichtigung eines Werkzeugmaschinenlabors auf Erasmus studierende aus anderen Ländern – und plötzlich ergab das jahrelange Englischpauken Sinn.

Auch die Wissenschaftsshows am Nachmittag sorgten für gute Stimmung: Mitarbeiter der Frankfurter Mitmach-Museums Experiminta gossen kochendes Wasser in flüssigen Stickstoff und tauchten so nicht nur die Bühne, sondern auch die ersten Reihen des Audimax in dichten Nebel.

Ein Novum gab es bei der Preisverleihung zum Schluss: Ein Abiturient aus Gießen erhielt sowohl den ersten als auch den zweiten Preis bei den Jahrgangsstufen 11 bis 13.

 Er hatte die Jury gleich mit zwei Vorträgen über seinen selbst entwickelten und gebauten „3-D-Scanner für Zuhause“ und einen „subaquatischen Forschungsroboter für umweltanalytische Untersuchungen am Meeresgrund“ überzeugt.

Dieser Schüler sei sicher ein Kandidat für eine wissenschaftlich-technische Karriere, meinte der Juror Till Kuske, Physiker an der TH Mittelhessen. Doch auch für alle anderen sei es wichtig, sich mit wissenschaftlichen Vorgehensweisen zu beschäftigen. „Wir brauchen Ingenieurnachwuchs“, sagt er, „aber vor allem brauchen wir eine wissenschaftlich gebildete Gesellschaft“.  

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