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Donnerstag, 14. Dezember 2017

IT-Sicherheit

Gegen Hacking hilft konsequente Gefahrenabwehr

Von Harald Langguth | 15. Juni 2017 | Ausgabe 24

Chancen und Risiken der digitalen Produktion für den Mittelstand standen im Fokus des 2. VDI Forum Hannover „Digitale Fertigung – Fluch oder Segen” Mitte Mai.

Foto: Langguth

Drei für digitale Sicherheit: Mark Semmler, Uwe Groth und Roman Kurowiak (v. li.) beim VDI Forum.

Die Veranstalter Roman Kurowiak, Geschäftsführer der ibk Ingenieur Consult und Uwe Groth, Vorsitzender des VDI Bezirksvereins, begrüßten unter anderem Teilnehmer der Volkswagen AG, Telekom Deutschland, Wagner Group, VSM, Jäger Gummi, Körting Hannover und von der Leibniz Universität Hannover. Für nachdrückliche Erkenntnisse bei den Teilnehmern sorgte Keynote-Sprecher Mark Semmler. Von aktuellen Viren und Würmern wie WannaCry seien vor allem Betriebssysteme befallen, die Microsoft seit Jahren nicht mehr unterstütze, berichtete dieser. Semmler nannte Windows XP, Windows 3.11 und MS-DOS.

In einem Live-Hacking drang Semmler ohne Benutzernamen und Password in einen Modbus-Server im Seminarraum ein und veränderte eine einfache Versuchsanordnung für eine Industrieproduktion am Beispiel eines Luftballons, den er über eine gehackte Ventilfunktion zum Platzen brachte. „Übertragen Sie, dass was ich Ihnen eben demonstriert habe, mal auf Kraftwerke“, brachte der IT-Experte die Forumteilnehmer ins Grübeln. Sein Rat an alle Unternehmen zur Gefahrenabwehr: „Besorgen Sie sich die VdS-Richtlinie Cyber Security für KMU und wenden diese konsequent an.“ 70 % der Arbeit seien für eine bessere Organisation in den Betrieben zu leisten – und nur 30 % für technische Veränderungen auf niedrigem Niveau.

IT-Sicherheit in der Produktion ist eines der Topthemen der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Initiative „mit uns digital!” berichtete Dr.-Ing. Michael Rehe, Organisatorischer Geschäftsführer. Elf Kompetenzzentren für den Mittelstand gibt es in Niedersachsen und Bremen. Sie sollen den Mittelstand bei der digitalen Transformation begleiten. Konsortialführer sind das Produktionstechnische Zentrum und IPH – Integrierte Produktion Hannover. Beim Projekt Retrofit werden beispielsweise alte Maschinen mittels externer Sensorik in ein digitales Produktionsumfeld eingebettet. 22 Schulungen bei Partnern gibt es zu den Themen Digitalisierung, Daten, Produktion und Arbeitswelt. Bewerben kann man sich unter:

www.mitunsdigital.de

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