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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Regelwerk

Grundlage für Richtlinienarbeit aktualisiert

Von Hanna Büddicker | 26. Januar 2017 | Ausgabe 04

Die überarbeitete VDI 1000 erscheint am 1. Februar. Sie präzisiert das Profil einer VDI-Richtlinie.

Aufmacher Richtlinie BU1
Foto: VDI/Catrin Moritz

1884 gab der VDI seine erste technische Regel heraus. Seitdem sind zahlreiche Richtlinienausschüsse unter dem Dach des Vereins tätig.

Der VDI ist drittgrößter technischer Regelsetzer in Deutschland. Jährlich werden etwa 220 bis 240 VDI-Richtlinien neu oder in einer aktualisierten Fassung veröffentlicht. Grundlage dafür ist die Richtlinie VDI 1000 „VDI-Richtlinienarbeit – Grundsätze und Anleitungen“, in der das Vorgehen für die Erarbeitung von Richtlinien in ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit beschrieben ist.

Sie dient allen Interessenten im In- und Ausland zur Verdeutlichung der Zielsetzung, Arbeitsweise und rechtlichen Zusammenhänge der VDI-Richtlinienarbeit. Turnusgemäß wird die Richtlinie nach fünf Jahren überprüft. Die VDI 1000 erscheint am 1. Februar neu. Eine Überarbeitung war erforderlich, um weiterhin den Anspruch zu erfüllen, dass VDI-Richtlinien höchsten Qualitätskriterien entsprechen und allgemein anerkannte Regeln der Technik schaffen.

Im zuständigen Richtlinienausschuss haben unter der Leitung von Uwe Franzke, Vorstandsmitglied der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, Experten aus Industrie, Wissenschaft, Normung und des Bundeswirtschaftsministeriums mitgewirkt. Präzisiert wurde das Profil einer VDI-Richtlinie. Zudem wurde in der neuen VDI 1000 festgelegt, welche Schritte vor Aufnahme der Arbeiten für eine neue VDI-Richtlinie zu gehen sind und wie sich interessierte Kreise beteiligen können. Dieter Westerkamp, Bereichsleiter Technik und Wissenschaft im VDI, erläutert, dass es aufgrund internationaler Gepflogenheiten erforderlich war, weitere Punkte anzupassen. „Die Forderungen nach kürzeren Bearbeitungszeiten und schnelleren Veröffentlichungen werden immer lauter. Darum wird nun der Mindestzeitraum für die Einspruchsfrist auf drei Monate verkürzt. Dies ist inzwischen auf europäischer und internationaler Ebene üblich. Gleichzeitig wird empfohlen, den Zeitraum für die Erarbeitung eines VDI-Richtlinien-Entwurfs von drei Jahren nicht zu überschreiten.“

Neben den Passagen zu den Urheberrechten und gewerblichen Schutzrechten ist das Beschwerdeverfahren neu. Hierfür gibt es nun eine separate Geschäftsordnung, die bei der VDI-Geschäftsstelle erhältlich ist.

„Der VDI hat heute ein Richtlinienwerk, das aus über 2000 gültigen Richtlinien besteht und ein breites fachliches Portfolio umfasst“, so Westerkamp. „Herausgeber der einzelnen Richtlinien sind die VDI-Fachgesellschaften und die VDI-Fachbereiche.“ Die VDI-Richtlinien geben Fachleuten die Sicherheit, bei Anwendung einer Richtlinie richtig zu handeln. Genau hierfür sorgt die VDI 1000. „Der VDI besitzt als einer der großen technischer Regelsetzer in Deutschland eine wichtige Rolle“, so Hartmut Hardt, Mitglied im Richtlinienausschuss VDI 1000. „Mit seiner Expertise wird der VDI für die technische Regelsetzung immer wieder gesucht. Vor Gericht sind die VDI-Richtlinien fundierte Grundlagen für eine Beurteilung von vorliegenden technischen Sachverhalten.“

Vorschläge für neue VDI-Richtlinien kann jeder machen. Irgendetwas passt nicht, eine Schnittstelle fehlt, wie die Schraubenverbindung berechnet wird, welches Messverfahren muss wofür genommen werden – all das können Fragestellungen für eine VDI-Richtlinie sein. kre

http://www.vdi.de/1000http://www.vdi.de/richtlinienhttp://www.beuth.de/de/themenseiten/vdi

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