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Freitag, 15. Dezember 2017

Agritechnica

Intelligente Düngung bringt nachhaltigen Ackerbau voran

Von VDI | 23. November 2017 | Ausgabe 47

VDI stellte Ergebnisse einer Mitgliederbefragung vor.

Landtechnik BU
Foto: panthermedia.net/christian-lehner.com

Schonender düngen: Verschärfte Umweltvorschriften beschleunigen den Trend hin zur Hightech-Landwirtschaft

Die internationale Konferenz Land.Technik eröffnete traditionell die Landtechnikmesse Agritechnica in Hannover. Auf der Konferenz hatte der VDI zum Pressegespräch geladen. Das Thema lautete „Smart Fertilizing – Intelligente Düngung für nachhaltigen Ackerbau“. Anlass war eine VDI-Mitgliederbefragung des Fachbereichs Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik (VDI-MEG) zum Thema „Smart Farming“, die von Peter Pickel, Vorsitzender des VDI-Fachbereichs VDI-MEG, vorgestellt wurde.

Der voll besetzte Presseraum machte deutlich, dass das Interesse an der technischen Entwicklung der Düngung groß ist. Die verschärften Umweltvorschriften für das Düngen und die technischen Entwicklungen in der Landwirtschaft beschleunigen den Trend hin zur Hightech-Landwirtschaft. Das machte auch die Umfrage deutlich. Die Befragten gaben an, dass durch eine zunehmende Digitalisierung und Vernetzung die Präzision der Düngung erhöht wird. „Die Umfrageteilnehmer sehen dabei die Landmaschinenindustrie weiter in der Pflicht, proaktiv innovative technische Lösungen für die gesetzlichen Anforderungen zu entwickeln“, fügte Pickel hinzu.

Außerdem genieße der Einsatz von N-Sensoren bei den Befragten hohes Vertrauen. N-Sensoren bestimmen den Stickstoffgehalt der Pflanzen in Echtzeit und kalkulieren daraus die aktuelle Bedarfsmenge. Diese Maßnahmen seien für die Landwirte zwar positiv, führten aber nur bedingt zu einer höheren gesellschaftlichen Akzeptanz der Düngung in der Bevölkerung, führte Pickel weiter aus.

Die technische Entwicklung führe unter den Befragten jedoch auch zu Bedenken. Die größte Unsicherheit bestehe bei der autonomen (fahrerlosen) Ausbringungstechnik. Hier reichen Vorstellungskraft und Vertrauen in die technische Entwicklung noch nicht aus, um darin eine echte Alternative zur klassischen Ausbringungstechnik zu sehen. Noch geringer sei die Hoffnung auf „smarte“ Mineraldüngemittel, die die Nährstoffe in Abhängigkeit von Pflanzenbedarf und Niederschlag freigeben. Nur jeder Dritte glaube, dass das zukünftig möglich sein wird, schlussfolgerte Pickel.

Auf der Pressekonferenz stellten drei Experten ihre Ansicht zum Thema dar. Zu den Referenten zählten Hubertus Paetow, Landwirt und Vorstand DLG e.V, Norbert Rauch, Gesellschafter bei der Rauch Landmaschinenfabrik GmbH, und Carola Schuster, Leiterin Zentralbereiche Forschung und Entwicklung, SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH. VDI

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