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Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

Weiterbildung

Spezialist und Generalist in einer Person

Von VDI | 7. September 2017 | Ausgabe 36

Für Produktionsleiter genügt es nicht mehr, in Abläufen und Standards zu denken, sagt Unternehmensberater Lars Ruhbach.

vdi Aufmacher (2)
Foto: C. Ed. Schulte GmbH, Zylinderschlossfabrik.

Roboter in Aktion: In der Produktion sammelt sich laut Lars Ruhbach das größte Anlagevermögen. Entsprechend müssen die Mitarbeiter qualifiziert sein.

VDI: Herr Ruhbach, Sie sind Lehrgangsleiter und verfügen über langjährige Berufserfahrung als Produktionsleiter. Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

Ruhbach: Es gab viele Höhepunkte im Sinne fast vorbildlicher Abläufe und Problemlösungsbeispiele. Aber häufig gibt es noch erhebliche Potenziale innerhalb der Produktionsabläufe und den zugeordneten Supportprozessen. Dabei ist es nachvollziehbar, dass die Vielfältigkeit der Probleme die Organisationen bisweilen überfordert. Diese Situation hat wohl jeder Produktionsleiter schon erlebt. Durch systematische Ansätze, Priorisierung und Fokussierung kann man das abschwächen und bestenfalls sogar in agile Stärke transformieren.

Lehrgang „Produktionsleiter VDI“

Welche Stellung hat ein Produktionsleiter aktuell im industriellen Markt?

Üblicherweise sammeln sich im Produktionsbereich das größte Anlagevermögen, die größte Mitarbeiterzahl, der höchste Energieeinsatz und die größten Ansprüche an Arbeitssicherheit. Es genügt nicht mehr nur in Prozessabläufen und Standards zu denken. Hinzu kommen die notwendigen Methoden- und Führungskompetenzen, wirtschaftliche Zusammenhänge zu begreifen, Strategien zu entwickeln und umzusetzen und Veränderungsprozesse zu gestalten. Wir benötigen also einerseits sozialkompetente Generalisten, andererseits aber Menschen mit so großem Fachwissen, dass Entscheidungen auf Wissensbasis getroffen werden können, und das auch noch schnell. Keine leichte Aufgabe.

Lars Ruhbach

Was kann Ihrer Meinung nach getan werden, um qualifizierte Fachkräfte in die Unternehmen zu bringen?

Eine ständige Weiterentwicklung durch Coaching „on the job“ und durch Nutzung geeigneter Qualifizierungsmaßnahmen ist erforderlich und mit überschaubarem Aufwand und entsprechender Fokussierung auch möglich. An diese Überlegung setzt auch der VDI-Lehrgang an.

An wen richtet sich der Lehrgang und welche beruflichen Vorteile haben die Absolventen?

Wir sprechen produzierende Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette aller Branchen an, insbesondere aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Fahrzeugindustrie und der Zulieferindustrie. Aber auch technische Fach- und Führungskräfte, die in die Produktionsleitung einsteigen möchten oder vor Kurzem eingestiegen sind.

Darüber hinaus sind alle Ingenieure und technischen Führungskräfte angesprochen, die für die Ausübung ihrer Tätigkeit oder ihre berufliche Weiterentwicklung Kenntnisse sowie eine aussagekräftige Zertifizierung im Bereich der Produktion erwerben möchten. Zusammengefasst also besonders künftige Produktionsleiter, Leiter der Herstellung, Leiter der Logistik, Montageleiter sowie technische Leiter.

Uns ist bewusst, dass die Potenzialträger gerade in mittelständischen Unternehmen häufig nicht über eine Ingenieurqualifikation verfügen. Zulassungsbedingung zum Lehrgang ist daher eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in der Produktion oder im produktionsnahen Bereich zum Zeitpunkt der Prüfung. Durch die Expertise und langjährige betriebliche Tätigkeit der Referenten erhalten die Teilnehmer in kompakter Form Zugang zu eigens zugeschnittenem Erfahrungswissen, das sie an einer Hochschule bzw. Universität in dieser Weise nicht vermittelt bekommen. Die intensive Vernetzung und der Austausch mit den anderen Lehrgangsteilnehmern ermöglichen auch über den Abschluss des Lehrgangs hinaus einen perfekten Zusatznutzen. 

Das vollständige Interview finden Sie unter blog.vdi.de in der Rubrik „Ingenieur“.

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