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Donnerstag, 16. November 2017, Ausgabe Nr. 46

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Zukunftsforschung

VDI Technologiezentrum schreibt Geschichten aus der Zukunft

Von Peter Schwarz | 27. Februar 2015 | Ausgabe 09

Das VDI Technologiezentrum hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung „Geschichten aus der Zukunft“ geschrieben. Die Ergebnisse dieses zweiten Foresight-Zyklus sind auch für Unternehmen interessant.

Kunden, die Ersatzteile mit 3D-Druckern herstellen. Medizinstudierende, die in virtuellen Welten Mäuse sezieren und Unternehmen, die sich an einfachen, zweckorientierten afrikanischen Innovationen orientieren. Dies sind nur drei Ausschnitte aus neun Zukunftsgeschichten, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlicht hat. Damit beendet das BMBF seinen zweiten Foresight-Zyklus (siehe Kasten), zu dessen Durchführung das VDI Technologiezentrum sowie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung beauftragt waren.

Das Instrument Foresight

Herauszufinden, wie wir im Jahr 2030 leben werden und welche Herausforderungen auf unsere Gesellschaft zukommen, ist keine einfache Aufgabe. Die hohe Dynamik und Komplexität gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen erschwert eine strategische Vorausschau. Das interdisziplinär aufgestellte „Büro Foresight“ hat sich dieser Aufgabe angenommen.

Mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden haben die Forscher zunächst zukünftige gesellschaftliche Veränderungen identifiziert und daraus Herausforderungen bis zum Jahr 2030 abgeleitet. Das Ergebnis sind 60 gesellschaftliche Entwicklungen, die in Zukunft sowohl für politische als auch wirtschaftliche Entscheider Bedeutung haben werden.

Angefangen von einem Leben in vollständiger Transparenz, über eine sich neu etablierende Tauschkultur bis hin zu einer Kultur, in der Tiere nicht mehr als Sache, sondern zunehmend dem Menschen eng verwandt gesehen werden, sind die Themen so bunt und abwechslungsreich, wie moderne Gesellschaften selbst. Zusätzlich zu diesem gesellschaftlichen Blick analysierten die Zukunftsforscher auch die technologischen Entwicklungen. Stets das Jahr 2030 vor Augen, blickten sie in die Forschungs- und Entwicklungslabore und erfassten, welche Technologien langfristig ein großes Anwendungspotenzial aufweisen. Auf diese Weise entstand für elf Technologiefelder, darunter z. B. Nanotechnologie, Gesundheit und Ernährung, Mobilität sowie Photonik eine Darstellung verschiedener Forschungs- und Technologieperspektiven.

In einem dritten Schritt wurden die identifizierten gesellschaftlichen Herausforderungen mit den Technologieperspektiven inhaltlich verknüpft. Die daraus entstandenen „Geschichten aus der Zukunft“ zeigen, wie sich der gesellschaftliche und technische Wandel bis zum Jahr 2030 in Alltagssituationen auswirken könnte. So wurde beispielsweise der Zusammenhang zwischen neuen Entwicklungen in der Sensorik und dem wachsenden Wunsch vieler Menschen nach bewusster Selbstwahrnehmung untersucht. Nicht nur für Politikgestalter werden dabei Chancen und Herausforderungen sichtbar.

„Auch Entscheider aus der Wirtschaft können von den Foresight-Ergebnissen profitieren. Durch eine auf die Branche zugeschnittene Aufarbeitung der Ergebnisse können Unternehmen und ganze Branchen wichtige Zukunftsperspektiven ableiten“, erklärt Axel Zweck, Projektleiter im VDI Technologiezentrum. So zeigen die Ergebnisse unter anderem, dass Unternehmen herausgefordert werden könnten, ihre Geschäftsmodelle auf die aktivere Beteiligung der Kunden zu überprüfen, wie es im Rahmen von Industrie 4.0 teilweise jetzt schon geschieht. 

www.bmbf.de/de/12673.php

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