Passwort vergessen?  | 
 |  Passwort vergessen?  | 
Suche
  • Login
  • Login

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Datenschutz

13 Empfehlungen der obersten Datenschutzbeauftragten

Von Regine Bönsch | 22. Juni 2017 | Ausgabe 25

Andrea Vosshoff weiß, dass die zunehmende Digitalisierung im Straßenverkehr eine Flut von Daten mit sich bringt. „Daraus lassen sich detaillierte Persönlichkeitsprofile erstellen“, erklärte die Bundesdatenschutzbeauftragte Ende letzten Monats auf einem Symposium.

Foto: BfDI

Andrea Vosshoff, Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, fordert: Datenhoheit muss bei Nutzern von vernetzten Fahrzeugen bleiben.

„Fahrerinnen und Fahrer müssen daher jederzeit die volle Hoheit über die Verwendung personalisierbarer Fahrzeugdaten haben“, forderte sie und präsentierte 13 Empfehlungen ihrer Behörde.

Grundsätzlich sollten Autofahrer, so der Rat Vosshoffs, über jede Datenverwendung im Sinne einer vollständigen Transparenz unterrichtet werden. Damit dies möglich ist, sind datenschutzgerechte Technologien und Voreinstellungen notwendig. Ein entscheidendes Stichwort ist hier „Privacy by Design“, also der Einbau von Datenschutz gleich in die Technik. Das sei bereits ein großes Thema für die Autoindustrie, weiß die Datenschützerin.

Um einen wahren datenschutzrechtlichen Betrieb sicherzustellen, reiche das reine Bestreben der Hersteller allerdings nicht aus. Vosshoff kann sich eine Art „Typgenehmigung“ und damit strenge Zulassungsbedingungen für Automobile in puncto Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen vorstellen. Anforderungen für den Umweltschutz oder intelligente Stromzähler könnten auch auf Steuersysteme im Auto übertragen werden. „Der Gesetzgeber sollte bestehende Regeln für sichere und umweltverträgliche Mobilität um Mindestanforderungen zu Datenschutz und Datensicherheit ergänzen.“

Mehr noch: Vosshoff setzt auf Grundregeln, die künftig Datenschutz und IT-Sicherheit garantieren könnten. Dazu zählt, dass klar erkennbar sein muss, welche Daten ohne ausdrückliche Genehmigung verarbeitet werden dürfen. „Eine pauschale Einwilligung für beliebige Verwendungszwecke, etwa beim Kauf eines automatisierten Fahrzeugs, genügt nicht.“ Für den reinen Fahrbetrieb sei in der Regel keine Datenspeicherung erforderlich. Müssten Daten zwischen Fahrzeugen ausgetauscht werden, sollten sie verschlüsselt und vor unbefugter Nutzung geschützt werden.

Für Nutzer sollte es möglich sein, personenbezogene Daten zu löschen, soweit die Speicherung nicht gesetzlich notwendig ist. „Fahr- und Komfortfunktionen sollen so gestaltet werden, dass die Datenverarbeitung innerhalb des Fahrzeugs möglich ist“, heißt es in den Empfehlungen. Zudem macht sich die Datenschützerin Gedanken um die automobile IT-Sicherheit: Die Manipulation von Daten müsse ausgeschlossen und ein wirksamer Schutz vor Cyberangriffen geboten werden.rb

stellenangebote

mehr