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Freitag, 15. Dezember 2017

Produktion

Ausgezeichnet: Exoskelett für Industriearbeiter

Von Stefan Asche | 11. Mai 2017 | Ausgabe 19

Orthopädische Probleme im Stütz- und Bewegungsapparat von Industriearbeitern verursachen alleine in den USA alljährlich einen Produktivitätsverlust im Umfang von 50 Mrd.  $.

Bsp.Produkt (2)
Foto: Levitate Technologies

Der „Airframe“ von Levitate Technologies entlastet Schulter, Hals und oberen Rücken.

In vielen Branchen, etwa im Automobilbau, spielt das Schultergelenk dabei eine tragende Rolle. Das junge Engineering-Unternehmen Levitate Technologies aus San Diego, Kalifornien, will Abhilfe schaffen – mit dem Exoskelett „Airframe“.

Das rund 3 kg schwere Gerüst wird mit gepolsterten Gurten an Schultern und Becken befestigt. Die Oberarme liegen in einer perforierten Schale. Beim Anheben von Werkzeugen wird ein Federmechanismus auf Höhe des Trizeps aktiviert. Der Winkel, in dem die Mechanik eingreifen soll, lässt sich frei definieren. Auch die Kraft ist einstellbar. Wenn der Nutzer seinen Arm senken will, wird die Unterstützungsleistung stufenweise abgebaut. Das System kommt komplett ohne externe Energiezufuhr und ohne Pneumatik aus.

Die besondere Aufmerksamkeit der Entwickler galt den Rotationsmechanismen, die auch unter hoher axialer Belastung mühelos drehbar sein müssen. Sie vertrauten auf verschiedene Kunststoffgleitlager der Kölner Igus GmbH. Vorteil: Die Lager erfüllen die Konstruktionsanforderungen für nicht korrosive Werkstoffe, können also auch bei schwierigen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden. Außerdem müssen die leichtgewichtigen Komponenten im Vergleich zu metallischen Lagern nicht geschmiert werden. Das schont die Kleidung der Werker.

Igus zeichnete die Entwicklung nun mit dem Manus Award 2017 aus. Der Preis würdigt industrielle Anwendungen von Kunststoffgleitlagern, die sich durch technische und wirtschaftliche Effizienz sowie durch Kreativität und Mut des Entwicklers auszeichnen. Es geht nach Unternehmensangaben darum, „die technische Überlegenheit von Kunststoffmaschinenelementen aufzuzeigen“. Am zurückliegenden Wettbewerb hatten sich 541 Entwickler aus 35 Ländern beteiligt.  

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