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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Demografie

Junge Arbeitnehmer werden zur bedrohten Art

Von Stefan Asche | 11. Mai 2017 | Ausgabe 19

Auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes (destatis.de) gibt es ein eindrucksvolles Spielchen: die „animierte Alterspyramide“. Nutzer können sich mit der Maus durch Vergangenheit und Zukunft schieben.

Altersstruktur

Gefährliche Entwicklung für das Rentensystem: 2011 waren noch 71 % der gewerblich Beschäftigten jünger als 50. Bis 2021 wird ihr Anteil auf 45 % fallen.

Es lässt sich dann zu jedem Jahr sofort ablesen, welches Lebensalter am stärksten vertreten ist: 1997 bildeten beispielsweise die 33-Jährigen die größte Gruppe. Gleichzeitig waren nur rund 16 % der Gesamtbevölkerung im Land 65 und älter.

Aktuell, also 2017, haben die 53-Jährigen die Nase vorn. Gleichzeitig haben schon 22 % der Frauen und Männer das 65. Lebensjahr erreicht – oder es sogar überschritten.

Noch dramatischer wird es 2037. Dann sind die meisten Leute in der Bundesrepublik stolze 71 Jahre alt. Und der Anteil der Menschen aus der „65+“-Gruppe liegt schon bei knapp einem Drittel (30 %).

Diese Entwicklung spiegelt sich natürlich auch in der Altersstruktur der gewerblichen Mitarbeiter wider (s. Grafik). Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zählten 2011 erst 29 % der Beschäftigten zur Altersgruppe „50+“. Bis 2021 werde der Anteil schon auf 55 % gestiegen sein. Plakativ könnte man also sagen: Junge Arbeitnehmer zählen in Deutschland zu einer bedrohten Art.

Wer nun zusätzlich zu diesen Prognosen in die Rentenkassen schaut, kann eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Jeder muss künftig länger arbeiten.

Kaputte Knochen und geschundenes Gewebe – das sind die Hauptgründe für Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland.

Aber wie soll das gehen? Körperliche Voraussetzungen zur Erwerbstätigkeit lassen sich politisch kaum erzwingen – erst recht nicht im produzierenden Gewerbe. Denn wenn die Bandscheibe platt ist, dann ist sie platt. Schon jetzt ist fast jeder vierte Fehltag am Arbeitsplatz – über alle Berufs- und Altersgruppen hinweg – zurückzuführen auf Muskel- und Gewebeprobleme (s. Grafik). Dieser Anteil dürfte wachsen – siehe Alterspyramide. Zur Lösung des Dilemmas könnten technische Hilfsmittel beitragen. Beispiele dafür stehen auf den Folgeseiten.  sta

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