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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Umwelt

Kann Technik das Klima retten?

Von Bettina Reckter | 2. November 2017 | Ausgabe 44

Vom 6. bis 17. November diskutieren die Vereinten Nationen in Bonn über Strategien und Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas.

Fokus_Aufmacher (6)
Foto: Grafik [M]: IASS/VDn

Im Werkzeugkasten des Climate Engineerings gibt es Methoden, die die Rückstrahlung des Sonnenlichts (in der Bildergalerie 1-3) verstärken, und solche, die Kohlendioxid aus der Atmosphäre (in der Bildergalerie 4-9) entfernen sollen.

Beim Pariser Abkommen hatte sich die internationale Staatengemeinschaft auf ambitionierte Klimaziele verständigt. Der Weltklimarat IPCC hofft, dass bis zum Jahr 2100 Kohlendioxid im Gigatonnenmaßstab aktiv aus der Atmosphäre entfernt wird – bei nahezu vollständigem Verzicht auf das Freisetzen von Treibhausgasen. Vielleicht könnte Technik dabei helfen.


„Es wird ausgesprochen schwierig, diese Ziele ganz ohne eine Art von Climate Engineering zu erreichen”, meinte Mark Lawrence, wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), auf der Climate-Engineering-Conference (CEC) im Oktober in Berlin. Die CEC-Konferenzen seien die weltweit bedeutendste Plattform für den internationalen, kritischen und transparenten Austausch zu diesem kontroversen Thema, erklärt dazu Stefan Schäfer, Programmleiter am IASS.

Climate Engineering liefert Ideen dazu, wie man mit technischen Mitteln das globale Klimageschehen beeinflussen könnte. Doch längst nicht alle Methoden werden vorbehaltlos begrüßt. Bei vielen dieser Techniken ist weder der Nutzen bewiesen noch das Risiko beseitigt.

 Grundsätzlich lassen sich die Maßnahmen, die die Erderwärmung stoppen oder umkehren sollen, in zwei Gruppen unterteilen: in jene, die auf eine Änderung der globalen Strahlungsbilanz zielen (s. Grafik: blaue Kreise), und jene, die der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen (rote Kreise).

Kritiker wie Lili Fuhr von der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin fordern, einen radikaleren Pfad einzuschlagen – „den vorzeitigen Ausstieg aus der Produktion fossiler Rohstoffe, nachhaltige kleinbäuerliche Landwirtschaft und eine Reduktion des Ressourcen- und Energieverbrauchs durch Null-Abfall-Ansätze der Kreislaufwirtschaft“. Die notwendigen Technologien seien vorhanden und erprobt, sie müssten nur eingesetzt werden.

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