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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Funktechnik

Mit kleiner Bandbreite in die vernetzte Zukunft

Von Regine Bönsch | 12. Januar 2017 | Ausgabe 01

Was haben Singapur, Griechenland und Deutschland gemein? Alle drei Staaten sind Pilotländer für Narrowband-IoT (NB-IoT). Die schmalbandige Funktechnik für das Internet der Dinge gilt als einer der ersten Schritte in Richtung 5G, der fünften Mobilfunkgeneration. Dabei genügt der Technik die Infrastruktur von LTE, der vierten Generation. Die seit Ende Juni letzten Jahres standardisierte Funktechnik für das Internet der Dinge kann also schon die bestehenden Netze nutzen und soll 2017 durchstarten.

„Überall dort, wo klassische Lösungen unrentabel oder gar ineffektiv sind“, so formuliert es Alexander Lautz, Senior Vice President M2M der Deutschen Telekom. Wo nur wenige Daten kostengünstig von Sensoren mit niedrigem Energiebedarf übertragen werden sollen, könnte die Technik zum Einsatz kommen. Dabei denkt Lautz u. a. an Smart Metering: „Gas- und Wasserzähler sind in Kellern angebracht, wo herkömmlicher Mobilfunk an seine Grenzen stößt. Dort wird ein Funkmodul benötigt, das eine hohe Gebäudedurchdringung gewährleistet und möglichst ohne externe Stromquelle auskommt.“ Ähnlich sieht das bei vernetzten Straßenlaternen, Ticketautomaten, Mülltonnen, Parkplätzen oder sogar der Überwachung von Kühen aus. Winzer an der Mosel testeten schon 2016 solarbetriebene Messgeräte, die nebst App und Cloud-basiertem System Auskunft über Sonneneinstrahlung und Bodenfeuchte gaben.

Beispielhaft zeigt das nach Angaben des Herstellers weltweit erste NB-IoT-Mobilfunkmodul des Schweizer Herstellers U-blox die Funktechnik: Ihm genügen 200 MHz Bandbreite, es liefert Downlink-Raten bis zu 227 kbit/s und Uplink-Raten bis zu 21 kbit/s. Das anspruchslose Bauteil kann mit seiner Batterie jahrelang arbeiten, bei Temperaturen von -40 °C bis +85 °C. In einer einzigen Funkzelle könnten 150 000 dieser Module eingebunden werden.  

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