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Dienstag, 12. Dezember 2017

Gesundheit

Smarter Rollator mit Routenplaner und Einkaufshilfe

Von Bettina Reckter | 12. Januar 2017 | Ausgabe 01

Eigentlich ist Hans-Jürgen Fischer noch recht fit, wenn auch etwas vergesslich. Wie nützlich ist dem Ingenieur im Ruhestand da sein Rollator.

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Foto: Fraunhofer ISC

Strumpf für Diabetiker schützt bei Durchblutungsstörung vor Druckbelastungen und Wunden.

Ausgestattet mit Navi, Routenplaner und elektronischer Einkaufshilfe zeigt das Gefährt dem Senioren, wo dessen Lieblingspudding im Supermarkt steht, und führt ihn sicher wieder heim, wenn er einmal die Orientierung verloren hat.

Die Idee zu dem intelligenten Rollator für Menschen mit beginnender Demenz hatte Bernd Krieg-Brückner am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen. Solch ein vernetztes Gefährt ist eines der Produkte, mit denen das Internet of Things (IoT) das Alltagsleben der Menschen künftig erleichtern kann. Denn der Markt hat längst mehr zu bieten als Smartwatches, die gelaufene Kilometer oder verbrannte Kilokalorien zählen.

 „Das Sammeln von Daten durch nah am oder gar im Körper getragene elektronische Geräte, kombiniert mit Apps auf dem Mobiltelefon oder Tablet, etabliert sich zunehmend im Gesundbereich“, erklärt Iris Straszewski vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) in Frankfurt.

 Pflaster erkennen Herzrhythmusstörungen oder messen den Blutzuckerspiegel. Armbänder erstellen ein Emotionsprofil und warnen vor Stress – oder sie ermitteln, ob man genug getrunken, gut geschlafen und die richtigen Medikamente eingenommen hat. Andere Geräte warnen frühzeitig vor einem drohenden Epilepsie- oder Asthmaanfall.

„Interaktive Medizintechnologien helfen Menschen nach Krankheit, Unfall oder im hohen Alter dabei, wieder ein aktives und selbstbestimmtes Leben zu führen“, sagt dazu Johanna Wanka. Die Bundesforschungsministerin fördert deshalb zwei neue Innovationscluster, in denen intelligente Prothesen und Orthesen sowie neue interaktive Mikroimplantate entwickelt werden.

Aber: „Wir müssen darauf achten, dass gerade im Medizinbereich die Digitalisierung mit einem hohen Maß an Datenschutz und mit leichter Handhabung für Menschen jeden Alters verbunden ist“, fordert die Ministerin.

Und was bringt die Zukunft? Derzeit wird beispielsweise intensiv an theranostischen Implantaten geforscht. Diese erfassen im geschlossenen Regelkreis Vitalparameter und leiten direkt die Therapie ein. Ein Beispiel: Der smarte Herzschrittmacher passt bei sportlicher Betätigung die Stimulationsimpulse selbstständig an.

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