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Freitag, 15. Dezember 2017

Umwelt

„Stickstoffdioxid gefährdet die Gesundheit“

Von Bettina Reckter | 2. März 2017 | Ausgabe 09

„Seit Jahrzehnten gefährdet Stickstoffdioxid unsere Gesundheit“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamt (UBA) in Dessau. „Schuld daran sind in den Städten vor allem alte Dieselautos."

Sie stützt sich dabei auf Messdaten für 2016, die die Länder und das UBA ermittelt hatten. An 57 % der verkehrnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 µg/m³ Stickstoffdioxid im Jahresmittel überschritten.

Die schädlichen Stickstoffverbindungen entstehen bei Verbrennungsprozessen – so auch bei Dieselfahrzeugen. „Selbst der sauberste und modernste Diesel wird immer noch sechsmal mehr Stickoxide ausstoßen als ein heutiger Benziner“, ist Krautzberger überzeugt. Da hält die Automobilbranche dagegen. Bei aktuellen Dieselmotoren, die gerade von Daimler, BMW oder Audi auf den Markt gebracht werden, sei der Stickoxidausstoß im Vergleich zu den Euro-6-Vorgängermodellen um circa 80 % gesenkt worden.

Trotzdem fordert UBA-Chefin, Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen. Deutschland sei auch gegenüber der EU verpflichtet, für saubere Luft in den Städten zu sorgen. „Dazu kann die Blaue Plakette einen wichtigen Beitrag leisten“, so Krautzberger.

Dem schließt sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks an: „Ich möchte den Kommunen ermöglichen, Fahrzeuge mit hohem Stickoxidausstoß aus kleinräumigeren Stadtgebieten auszuschließen, die besonders stark mit diesen Schadstoffen belastet sind. Das betrifft Lkw und Diesel-Pkw ohne Euro-6-Norm, jedoch keine Benziner.“ Pikant nur, dass sich bei der Verkehrsministerkonferenz Ende 2016 in Stuttgart die Minister der Bundesländer noch mehrheitlich gegen die Einführung der Plakette stellten.

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