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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Gesundheit

Unternehmen profitieren von Gesundheit der Radler

Von Bettina Reckter | 25. Mai 2017 | Ausgabe 21

Radfahren ist nicht nur gesund. Es lohnt sich auch für den Chef. Denn Mitarbeiter, die mit dem Rad in die Firma kommen, sind seltener krankgeschrieben.

Arbeitgeber profitieren von Radlern (2)
Foto: ADFC

Zertifikat: Einige namhafte Unternehmen haben sich bereits vom ADFC als „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ zertifizieren lassen.

Lebenserwartung: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genügt täglich schon eine halbe Stunde moderate Bewegung wie etwa Radfahren, um fit zu bleiben. Das senkt das Sterberisiko, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes vor und steigert das Wohlbefinden. Und wer für kurze Strecken das Auto stehen lässt und stattdessen aufs Rad umsteigt, der erhöht seine Lebenserwartung gar um drei bis 14 Monate. Das jedenfalls hat eine Untersuchung der Universität Utrecht ergeben.

Motivation: Berufspendler, die mit dem Auto zur Arbeit kommen, sind weniger produktiv, als ihre radelnden Kollegen. Auch Verfassung und Leistungsmotivation sind weniger gut als bei den Radfahrern. Laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat klagen Pendler mit dem Auto häufiger über gesundheitliche Probleme – Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen sind bei ihnen häufiger zu beobachten.

Krankschreibung: Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist nicht nur gesünder. Er wird auch seltener krankgeschrieben als seine Kollegen, die mit dem Bus oder Auto kommen. Das ist das Fazit der Studie „Mobilität und Gesundheit“, die Forscher der Uni Frankfurt zusammen mit der EcoLibro GmbH durchgeführt haben. Über 2300 Berufstätige hatten die Wissenschaftler nach der Wahl des Verkehrsmittels für den Arbeitsweg sowie nach der Gesundheit befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die ganzjährig zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit kommen, im Durchschnitt ein Drittel weniger Krankheitstage vorweisen als die übrigen Mitarbeiter.

Arbeitgeber: „Radfahrende Arbeitnehmer sind gesünder, zufriedener und motivierter als solche, die inaktiv ins Büro kommen“, bestätigt auch Sophia-Maria Antonulas. Sie leitet beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) das Projekt „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Dort können sich interessierte Unternehmen zertifizieren lassen. Ein differenzierter Kriterienkatalog dient bundesweit als einheitliche Bewertungsgrundlage. Bereits als fahrradfreundlich zertifiziert sind beispielsweise Roche Diagnostics, die ebm-papst Landshut GmbH, die Karl Storz GmbH und die Daimler-Bus-Tochter EvoBus.

Initiativen: Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Initiativen, mit denen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Umsteigen aufs Rad erleichtern wollen. So läuft jedes Jahr von Mai bis Ende August die große Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, die der ADFC und die AOK ins Leben gerufen haben. Und von der EU mitfinanziert und vom Europäischen Radfahrerverband ECF geleitet, sollen in 14 europäischen Staaten Berufspendler mit dem Projekt „Bike2Work“ unterstützt werden.ber

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