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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Bitkom

55 000 IT-Fachkräfte fehlen

Von Claudia Burger | 9. November 2017 | Ausgabe 45

Der Digitalverband schlägt Alarm. Es werde in Deutschland immer schwieriger, Fachkräfte zu finden. Die Anzahl der offenen Stellen ist innerhalb eines Jahres um 8 % gestiegen.

Der Mangel an IT-Fachkräften spitzt sich laut ITK-Branchenverband Bitkom weiter zu. In Deutschland gebe es derzeit 55 000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Im Vorjahr waren es 51 000 offene Stellen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands: In der IT- und Telekommunikationsbranche geben drei von vier Unternehmen an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Mehr als die Hälfte der ITK-Unternehmen (56 %) erwartet, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Noch schlechter sehen das die Befragten in der Anwenderbranche. „In Deutschland wird es immer schwieriger, die dringend benötigten IT-Spezialisten zu finden. Die Wirtschaft braucht Experten wie Software-Entwickler, Spezialisten für IT-Sicherheit und IT-Berater, um die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Höchststand: Die Anzahl der offen Stellen im ITK-Sektor ist in den vergangenen Jahren – bis auf den Einbruch durch die Finanzkrise – kontinuierlich gestiegen. Das gilt für die ITK-Branche selbst, aber auch für die Anwenderbranchen.

Rund 23 500 der offenen Stellen entfallen auf die IT- und Telekommunikationsbranche. Den größten Bedarf haben Software-Anbieter und IT-Dienstleister mit 20 800 offenen Stellen. Anbieter von Produkten aus den Bereichen Hardware, Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik melden demgegenüber 2000 freie Jobs. Bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten sind es nur noch 700. In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt. Knapp zwei Drittel der Unternehmen (63 %) suchen Software-Entwickler. Von ihnen wird vor allem Know-how in Big Data (57 %), Industrie 4.0 (46 %) und Cloud Computing (45 %) erwartet. Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 %), Apps und mobile Webseiten (38 %) sowie Sicherheit (28 %). Neben Software-Entwicklern suchen die ITK-Unternehmen vor allem Anwendungsbetreuer/Administratoren (21 %), IT-Sicherheitsexperten (20 %) und IT-Berater (19 %).

Die Anwenderunternehmen verzeichnen 31 500 freie Stellen für IT-Fachkräfte. Trotz rückläufiger Tendenz sind Anwendungsbetreuer und Administratoren weiterhin am stärksten gefragt (33 %), gefolgt von Software-Entwicklern (30 %) und IT-Sicherheitsexperten (20 %). „Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät – von Staubsaugern über Autos bis zu industriellen Produktionsanlagen. Das erklärt die anhaltend hohe Nachfrage nach Software-Entwicklern quer durch alle Branchen“, sagt Berg. In der deutschen Wirtschaft gebe es ein steigendes Bewusstsein für IT-Sicherheit. Das zeige sich unter anderem darin, dass branchenübergreifend immer mehr IT-Sicherheitsexperten gesucht würden.

Für die repräsentative Umfrage wurden mehr als 1500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen in Deutschland befragt.

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