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Dienstag, 12. Dezember 2017

Geburtstag

Abschied vom Waschzuber

Von Fabian Kurmann | 1. Juni 2017 | Ausgabe 22

Vor 110 Jahren kam das erste selbsttätige Waschmittel der Welt auf den Markt. Es enthielt den Bleichstoff Perborat, durch den Sauerstoff im Wasser aufperlt und Schmutzpartikel aus den Fasern entfernt.

Einspalter (2)
Foto: Henkel

Vor der Erfindung des selbsttätigen Waschmittels steckte in sauberer Wäsche eine Menge Aufwand.

 Am 6. Juni 1907 brachte die Firma Henkel & Cie. aus Düsseldorf das Pulver auf den Markt. Der Name war eine Kombination aus den Begriffen Perborat und Silikat – kurz Persil.

Vor der Einführung solcher Waschmittel war das Reinigen der Wäsche eine der schwersten und langwierigsten Hausarbeiten. Erst das Einweichen in Seifenlauge, dann ausgiebiges Kneten und Reiben waren nötig, um den Schmutz aus den Stoffen zu lösen. Anschließend musste die Wäsche gespült, ausgewrungen, getrocknet und im Sonnenlicht gebleicht werden. Heutige Waschmittel sind hoch entwickelte Substanzen, die sich auf bestimmte Einsatzgebiete oder Farben der Kleidung spezialisiert haben. Eine temperaturabhängige Schaumsteuerung ist mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Das umweltkritische Phosphat haben viele Hersteller verringert oder es wurde mittlerweile durch Ersatzstoffe – bei Henkel ist es ein Zeolith, das als Sasil vermarktet wird – komplett abgelöst. Und es gibt nicht mehr nur Pulver, sondern Gelkapseln und Flüssigwaschmittel. Ein Trend ist auch die Vordosierung, etwa als Tab oder kleines Beutelchen, das sich während der Wäsche auflöst.kur

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