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Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

Donnerstag, 14. September 2017, Ausgabe Nr. 37

IAA 2017

Alle Augen auf Auto

Von Regine Bönsch , Peter Kellerhoff | 7. September 2017 | Ausgabe 36

„Zukunft erleben“ lautet das Motto der diesjährigen IAA (14. bis 24.9.). Doch die Ankündigungen der Messe sehen anders aus, als so manches Exponat.

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Foto: Reuters/Kai Pfaffenbach

Menschentrauben werden auch in diesem Jahr die Neuvorstellungen umringen – egal ob Diesel, Benziner oder Elektro.

Trotz Dieselskandals und drohenden Fahrverboten in Innenstädten bleibt das Auto des Deutschen liebstes Kind. Das beweisen die Zulassungszahlen: So lag im August die Anzahl der neu zugelassenen Pkw mit 253 679 um 3,5 % über dem Vorjahreswert. Auch Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten zeigten laut Kraftfahrtbundesamt im August zwei- bis dreistellige Zuwachsraten. E-Mobile wiesen ein Plus von 143 % auf (2177), Fahrzeuge mit Hybridantrieb legten um 76,4 % zu (6927).

Für Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) genau der richtige Zeitpunkt, den Dampfer „Automobilwirtschaft“ in neue Fahrwasser zu lenken. „Die IAA bringt alle Player zusammen, die die Mobilität der Zukunft bewegen“, machte er auf einer Vorabpressekonferenz deutlich. Keine andere Automobilmesse setze den Schwerpunkt Digitalisierung so stark wie die IAA. Die größten IT- und Tech-Firmen seien in Frankfurt prominent vertreten. Schließlich soll auch die Zukunft des Autos vernetzt und autonom sein.

Folgerichtig findet sich auf der diesjährigen IAA auch das „Who‘s who“ der IT-Branche ein: Facebook, Google und auch der deutsche Softwaregigant SAP sind ebenso selbstverständlich auf der Automesse vertreten, wie Chiphersteller Qualcomm, IBM oder die Deutsche Telekom.

Doch wer sich ab nächster Woche in den Messehallen umschaut, dem bietet sich ein traditionelleres Bild. Da strotzen viele SUVs mit Dieselantrieben und kW-Zahlen – Geländefahrzeuge, die aufgrund größerer Stirnfläche und Masse einen vergleichbar hohen Energieverbrauch haben.

Die vielbeschworene Elektromobilität zeigt sich eher in Form von Konzeptfahrzeugen als in real zu kaufenden Optionen. Die „grüne Revolution“ findet versteckt statt. Beispielsweise bei Zulieferern, die mit neuartigen elektrischen Achsantrieben die Reichweiten von E-Fahrzeugen erhöhen wollen. Doch purer Pragmatismus steht der IAA nicht. Sie ist ein Platz zum Träumen. Vor allem dort, wo Autofans leistungsstarke Sportflitzer bewundern.

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