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Freitag, 15. Dezember 2017

Verkehr

Autonome kommen in die Stadt

Von Christoph Böckmann, Regine Bönsch | 27. April 2017 | Ausgabe 17

Neun deutsche Städte wollen es wagen. Sie werden in den nächsten drei Jahren das autonome Fahren auf einigen ausgewiesenen Strecken testen.

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Foto: panthermedia.net/xload

Der Verkehrsinfarkt nervt Städte und Autofahrer. Doch stundenlanges Stop-and-go und mühsame Parkplatzsuche sollen bald der Vergangenheit angehören.

 Während in Berlin die Straße des 17. Juni nebst trickreichem Kreisverkehr um die Siegessäule zum Testfeld wird, geht es in Ingolstadt um die erste Meile von der Autobahn in die Stadt. In Düsseldorf stehen ein Tunnel und eine Brücke auf dem Programm. Braunschweig kümmert sich um die Vernetzung von Bussen und Rettungsfahrzeugen.

Interesse, die Mobilität der Zukunft zu gestalten, haben nicht nur die Kommunen, sondern auch die verschiedenen Branchen – von Autoherstellern bis hin zu IT-Spezialisten. Die Hoffnungen sind immens. „Mein Ziel ist, dass Deutschland Leitanbieter für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge ist und zum Leitmarkt wird“, skandiert Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und lässt für alle Tests rund um das autonome Fahren 100 Mio. € springen. Er weiß, ein Wettrennen der besonderen Art hat begonnen.

In den USA forschen MIT, Google & Co. schon seit Jahren auf Highways, jetzt haben sich die Amerikaner die Städte vorgenommen. Singapur will gar zur weltweit ersten Stadt mit autonomem Verkehr werden.

 Doch der Weg ist steinig und die Städte sind zickig. Baustellen, Fußgänger, Radfahrer, Busse und Bahnen fordern Sensoren, Funk und Rechenleistung heraus. Der MIT-Roboter-Forscher David Mindell warnt: Vollautonome Fahrzeuge müssten sämtliche Hindernisse in ihrer unmittelbaren Umgebung rechtzeitig und korrekt identifizieren, die Software dafür müsste absolut einwandfrei funktionieren. Das sei ein unrealistisches Szenario.  

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