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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Gesundheit

Bangemachen gilt nicht

Von Bettina Reckter | 23. Februar 2017 | Ausgabe 08

Kommt ein Mann zum Arzt! Was wie ein schlechter Witz beginnt, endet für manche schon an der Praxistür mit einem ordentlichen Griff ins Portemonnaie.

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Foto: panthermedia.net/Arne Trautmann

Verkaufsgespräch in der Praxis: Ist die Versichertenkarte erst erfasst, werden Tests zur freiwilligen Früherkennung angeboten.

Wenn nämlich die freundliche Arzthelferin sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) anbietet, die selbstredend privat zu bezahlen sind: etwa Ultraschall, Lungen-Check, EKG, Augendruckmessung und der PSA-Bluttest bei Prostatabeschwerden. „Viele Patienten fühlen sich unter Druck gesetzt“, sagt Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS) in Essen. Schließlich wollten sie nicht schuld sein, wenn hinterher eine schlimme Erkrankung folgt.

Die Schaden-Nutzen-Bilanz dieser Leistungen, die der MDS vergangene Woche in Berlin vorgestellt hat, fällt eindeutig negativ aus. Nur drei von 45 IGeL seien „tendenziell positiv“, keine einzige erhielt die Bewertung „positiv“. Dafür aber seien 17 IGeL sogar „tendenziell negativ“; der zu erwartende Schaden ist hier höher als der Nutzen – etwa die Infusionstherapie gegen Hörsturz.

Patienten wollen gut informiert sein und ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Unter www.igel-monitor.de können sie sich wissenschaftlich fundiert beraten lassen.

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