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Donnerstag, 12. Oktober 2017, Ausgabe Nr. 41

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Umwelt

Bund scheitert mit Blockade neuer Grenzwerte

Von Bettina Reckter | 11. Mai 2017 | Ausgabe 19

Bis zuletzt hatte Deutschland für die Beibehaltung der alten Grenzwerte für Großfeuerungsanlagen gekämpft. Vor allem bei der Freisetzung von Stickoxiden (NOx) aus Braunkohlekraftwerken wollte die Bundesregierung die im Referenzdokument der EU neu vorgelegte Höchstmenge wieder heraufsetzen lassen.

Doch die EU entschied anders. Mit einer denkbar knappen Mehrheit einigten sich die EU-Mitgliedstaaten jetzt auf eine künftige Emissionsbandbreite von 85 mg bis 175 mg NOx/m³ im Jahresmittel – gültig für Braunkohlekraftwerke mit mehr als 300 MW Wärmeleistung.

 „Damit wurde die von Deutschland angeführte Braunkohlelobby überstimmt“, zeigt sich Christian Schaible vom Europäischen Umweltbüro (EEB) zufrieden mit dem Ergebnis.

„Nur vier von 28 deutschen Braunkohleblöcken emittieren zuverlässig unter 175 mg/m³“, erklärt indes Rolf Beckers aus dem Umweltbundesamt (UBA). Dabei stünden Maßnahmen sowohl zur feuerungstechnischen Optimierung als auch zur Behandlung des Rauchgases zur Verfügung, die einzeln oder kombiniert eine Einhaltung der Grenzwerte garantieren könnten.

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