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Donnerstag, 10. August 2017, Ausgabe Nr. 32

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Deutscher Ingenieurtag 2017

Die Digitale Transformation als Jobmotor für Deutschland

Von Peter Steinmüller | 18. Mai 2017 | Ausgabe 20

Richtig angepackt, birgt der Wandel der Arbeitswelt riesige Chancen für Ingenieure, lautete die zentrale Botschaft der Veranstaltung in Düsseldorf.

S1 Aufmacher (3)
Foto: VDI/Bildschön

Gemeinsame Linie: EU-Kommissar Günther Oettinger (li.) und VDI-Präsident Udo Ungeheuer sehen in der Digitalisierung neue Möglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte, wenn die Politik die richtigen Voraussetzungen schafft.

Made in Germany ist weltweit gefragt. Doch in den Stolz auf die eigenen Produkte mischt sich in Deutschland immer häufiger die Abstiegsangst: Kann die Industrie angesichts des Zusammenwachsens der Produktion mit Bits & Bytes weiter in der Weltspitze mithalten oder wandert die Wertschöpfung zu Google, Amazon & Co ab? VDI-Präsident Prof. Udo Ungeheuer gab darauf eine eindeutige Antwort: „Die Digitale Transformation hat für Deutschland das Potenzial, zum Jobmotor zu werden. Wir müssen sie nur richtig anpacken“, sagte er vor den rund 1400 Besuchern des 28. Deutschen Ingenieurtages in der vergangenen Woche.

Doch verlangt die Digitale Transformation laut Ungeheuer die Weiterentwicklung der Ingenieurkunst weg von der vorwiegenden Technikorientierung zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodellen etwa in Form von Dienstleistungen. Denn die größten Umwälzungen entstünden durch den Zusammenbruch alter und das Entstehen neuer Märkte.

Die Herausforderungen anzunehmen, gelingt dem VDI-Präsidenten zufolge aber nur, wenn Ingenieure über ausreichend Managementwissen verfügten, um Kundenbedürfnisse besser zu verstehen. Die Basis dafür muss bereits früh im Leben jedes Einzelnen geschaffen werden: „Ohne digitale Bildung keine digitale Wirtschaft“, so Ungeheuer. Entsprechend forderte er eine digitale Bildungsoffensive für alle Schulformen und Jahrgangsstufen. Kapazitäten dafür will er durch das Aussetzen der „ ewigen Reformitis“ gewinnen.

Mehr digitale Bildung forderte auch der EU-Kommissar Günther Oettinger. Ohne mehr IT-Studienplätze würde der Mittelstand im Wettbewerb um Experten gegenüber den Konzernen zurückfallen. „Wir brauchen mehr Menschen, die aus ihrem Hobby einen Beruf machen“, so Oettinger. Die EU wolle mit ihrer Digitalstrategie erreichen, dass bis zum Jahr 2025 schnelles Internet „in jedes Gebäude, jede Fabrik und an jeden Acker“ komme.   Seiten 6 und 39

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