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Dienstag, 12. Dezember 2017

Rechtschreibung

Die Geburt des großen „ß“

Von Fabian Kurmann | 13. Juli 2017 | Ausgabe 28

Bislang existiert noch kein großes Eszett. Ein Zustand, der dringender Abhilfe bedarf, sagte man sich im Rat für deutsche Rechtschreibung.

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Foto: dpa Picture-Alliance/Stephan Jansen

Das große Eszett (re.) ist ein neuer Buchstabe in der deutschen Rechtschreibung.

Ab nun gilt: Namen, die nur in Versalien geschrieben werden (wie auf dem Personalausweis) und ein „ß“ beinhalten, müssen nicht mehr auf „SS“ ausweichen, wie es seit 1996 die Regel ist. Das große „ß“ soll ähnlich aussehen wie das große „B“. Da dies dann aber leicht zu verwechseln sein könnte, gibt es die Überlegung, sich komplett von der ursprünglichen Form zu lösen und die Buchstaben „S“ und „Z“ zu einem neuen Buchstaben zu verschmelzen.

Eine solche Umstellung bringt Arbeit und Probleme mit sich. Schulbücher müssen umgeschrieben werden, Wörterbücher müssen die deutsche Sprache neu erklären. Die Computertastaturen müssen überarbeitet werden, da es noch keinen Platz für das große „ß“ gibt. Die Druckereibranche dürfte sich jedoch über die Änderung und die damit verbundenen Aufträge freuen. Auf die Designer für die verschiedenen Schriftarten wartet Extraarbeit, da sie das Eszett in alle Schriftarten einarbeiten müssen. dh

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