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Donnerstag, 10. August 2017, Ausgabe Nr. 32

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Hannover Messe 2017

Faszination Technik

Von Martin Ciupek | 27. April 2017 | Ausgabe 17

Strategien zu Industrie 4.0 werden konkret. In Hannover besinnen sich Unternehmen auf ihre Stärken und den Nutzen der Digitalisierung.

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Foto: Peter Schmalfeldt/Faulhaber

Scharfer Blick: Bundeskanzlerin Merkel betrachtet einen Mikroantrieb, der in eine bionische Handprothese eingesetzt wird.

Genau hinschauen musste nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Hannover Messe. Denn der digitale Wandel in der Industrie ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Dennoch sind die Entwicklungen bei den Unternehmen allgegenwärtig. Und sie scheinen sich zu lohnen.

In der Digitalisierung fortgeschrittene Unternehmen weisen laut einer vom VDI in Auftrag gegebenen Studie zum Produktionsstandort Deutschland eine um 27 % höhere Arbeitsproduktivität auf. Zudem bewege der Trend zu Industrie 4.0 die Unternehmen, hierzulande zu investieren und sorge gleichzeitig für die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten nach Deutschland.

Vertreter von Industrie und Forschung verbreiteten in Hannover reichlich Optimismus, beispielsweise Klaus Mittelbach, Geschäftsführer des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). „Deutschlands führende Industriebranchen – der Maschinenbau und die Elektroindustrie – und ihre Verbände geben sowohl Takt als auch Richtung bei der sogenannten vierten Revolution vor“, stellte er selbstbewusst fest. Als Beispiel nannte er das Referenzarchitekturmodell Rami 4.0, das inzwischen weltweit anerkannt sei. Es beschreibt die Struktur von Industrie-4.0-Konzepten und ähnlichen internationalen Bestrebungen.

Obwohl die Umsetzungsgeschwindigkeiten in den Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus sehr unterschiedlich seien, sieht Carl Martin Welcker die Unternehmen bei Industrie 4.0 gut aufgestellt. Der Präsident des Branchenverbands VDMA erklärte: „Der Fokus der Projekte liegt bisher auf der eigenen Produktion bzw. der digitalen Veredelung der eigenen Produkte.“ Nun müsse die Vernetzung über Unternehmensgrenzen hinweg erfolgen. In diesem Jahr erwartet der VDMA ein Produktionsplus von 1 % gegenüber dem Vorjahr auf 205 Mrd. €.

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