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Dienstag, 12. Dezember 2017

Aufreger der Woche

Geduldsübung an der Elbe

Von Bettina Reckter | 16. Februar 2017 | Ausgabe 07

Der Hamburger Hafen wartet weiter auf voll beladene Containerriesen. Der Plan zur Elbvertiefung sei teils rechtswidrig, urteilte jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Aufreger (2)
Foto: panthermedia.net/Carl-Jürgen Bautsch

Die Natur nicht genug berücksichtigt habe die Stadt Hamburg, so das Bundesverwaltungsgericht. Die Hansestadt plant eine Vertiefung der Elbe, damit noch größere Containerschiffe den Hafen anlaufen können.

 Die Behörden hätten etwa eine Pflanze nicht ausreichend geschützt: den Schierlings-Wasserfenchel, einen seltenen Doldenblütler, der nur am Elbufer in und um Hamburg wächst.

Das Argument: Die Behörden hätten den Anstieg des Salzgehalts in der Elbe – als direkte Folge der Vertiefung – auf die Pflanzenpopulation möglicherweise unterschätzt. Die Behörde könne aber nachbessern. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Bagger rund 40 Mio. m³ Sediment aus dem Fluss holen, um die Fahrrinne zu verbreitern und zu vertiefen.

Die Stadt Hamburg hofft, mit den Arbeiten in wenigen Monaten beginnen zu können. Naturschutzverbände kündigen derweil an, den neuen Planfeststellungsbeschluss genau zu prüfen. Sie wollen wie das Land Niedersachsen, dass die deutschen Seehäfen miteinander kooperieren. Würden volle Containerschiffe etwa den Jade-Weser-Port anlaufen, bräuchte die einzigartige Natur der Elbe nicht zerstört zu werden, so der NABU.

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