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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Klimapolitik

Kalifornien übernimmt US-Klimapolitik

Von Stephan W. Eder | 15. Juni 2017 | Ausgabe 24

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks begrüßte, dass Städte, Bundesstaaten und die Wirtschaft in den USA den Klimaschutz weiter vorantreiben wollten. Und suchte letzte Woche in Kalifornien den Schulterschluss mit dem US-Bundesstaat, der für sich gesehen die sechstgrößte Volkswirtschaft weltweit ist. Er gilt schon lange als Vorreiter in der Klimapolitik, nun wollen Deutschland und Kalifornien ihre Kooperation weiter ausbauen.

Gouverneur Jerry Brown hatte zuvor in Peking ein Abkommen mit der Volksrepublik zum Klimaschutz unterzeichnet. Beide Seiten wollen bei Ökoenergien und umweltfreundlicher Technik noch enger zusammenarbeiten.

Kalifornien hatte 2016 ein Gesetz mit den USA-weit strengsten Auflagen zur Emission von Treibhausgasen verabschiedet. Deren Ausstoß soll bis 2030 um mindestens 40 %, verglichen mit 1990, sinken. Zusammen mit Baden-Württemberg hatte Kalifornien 2015 die globale Initiative „Under 2 MOU“ ins Leben gerufen, zu der inzwischen mehr als 175 Regionen, Länder und Städte gehören. Das Memorandum of Understanding (MOU) sieht vor, dass die Unterzeichner bis 2050 ihre Treibhausgasemissionen um 80 % bis 95 % unter den Stand von 1990 senken.

Die USA sind auch unter den Umweltministern der sieben großen Industriestaaten (G7) isoliert. Die sechs anderen Länder machten am letzten Sonntag deutlich, wie sehr sie über die Kündigung des Pariser Abkommens enttäuscht sind.

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