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Dienstag, 12. Dezember 2017

Raumfahrt

Kosmischer Zeitverlust

Von Jens D. Billerbeck | 26. Januar 2017 | Ausgabe 04

Europas Raumfahrtagentur Esa steht vor einem Problem unbekannten Ausmaßes. In den Satelliten des gerade erst in Betrieb gegangenen Navigationsdienstes Galileo fallen reihenweise Atomuhren aus.

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Foto: Grafik: ESA-P. Carril

In Gefahr: Auf mehreren Satelliten des milliardenschweren Galileo-Navigationsprogramms sind Atomuhren ausgefallen.

 „Wir wissen nicht, ob wir sie wiederbeleben können“, sagte Esa-Chef Jan Wörner, der zugleich betonte, „die Funktionsfähigkeit von Galileo (sei) nicht gefährdet“.

Derzeit befinden sich 18 Satelliten im Orbit. Jeder trägt vier Uhren an Bord, ohne die die Navigationsdienste nicht funktionieren. Bislang sind laut Wörner zehn der Uhren ausgefallen, wobei eine in der Zwischenzeit repariert wurde. Die Ursachen für das Problem sind offenbar noch nicht gefunden. „Man muss schon großes Pech haben, alle Fehlerparameter müssen in die falsche Richtung driften“, sagte Galileo-Programm-Manager Javier Benedicto im Interview mit dem Branchendienst Space Intel Report.

Die Galileo-Flotte verwendet zwei verschiedene Uhrentypen des Schweizer Herstellers SpectraTime: Rubidium- und Wasserstoff-Maser-Uhren. Beide Typen fallen aus. Die Ausfälle verteilen sich zudem auf Satelliten unterschiedlicher Hersteller. Betroffen sind offenbar sowohl die Validierungssatelliten, die einst Airbus und Thalès Alenia Space gebaut hatten, als auch die Satelliten des Hauptauftragnehmers OHB aus Bremen.

Die Esa hat nun den für August geplanten Start von vier Satelliten verschoben. Ein zweiter Start soll aber wie geplant im November erfolgen.har

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