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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Fokus Gartenstadt

Metropolen sind im Dschungelfieber

Von Bettina Reckter | 4. Mai 2017 | Ausgabe 18

Deutsche Städte und Gemeinden platzen aus allen Nähten. Allein in den letzten zehn Jahren zog es mehr als 1 Mio.

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Foto: Stefano Boeri Architetti

Moderne Baumhäuser: Hier gedeihen Bäume und Sträucher an der Fassade zweier Mailänder Neubauten.

 Menschen in die Ballungsgebiete. Entsprechend hoch ist der Wohnraumbedarf, der sich oft nur durch Neubau und Nachverdichtung decken lässt.

„Das geht zulasten von Grün- und Freiflächen“, weiß Juliane Wagner vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Die meisten Metropolen sind mittlerweile komplett versiegelt. Nun aber besinnt man sich allmählich auf eine Rückkehr zur Gartenstadt, wie sie vor über 100 Jahren der britische Stadtplaner Ebenezer Howard entworfen hatte.

Auch wenn dessen Pläne nicht auf jede Region übertragbar sind: „Konzepte für grüne Städte sind ein globaler Megatrend“, weiß Holger Robrecht, Vorstandsmitglied des globalen Umwelt-Städtebündnisses ICLEI. Wo die Fläche nicht reicht, klettert das Grün – auch mithilfe von raffinierter Technik – einfach die Fassaden hinauf.

Ein Blick in die Niederlande zeigt zudem, dass sich selbst größere Gebiete auffrischen lassen. „Man kann eine Stadt auch aus dem Bestand heraus grüner machen“, sagt Claudia Breen von der TU Delft. Sie engagiert sich in einer Bürgerinitiative, die eine Industriebrache in eine grüne Oase verwandelt hat.

INTERVIEW ZUM THEMA

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„Ein globaler Megatrend“

Holger Robrecht, Vorstandsmitglied des globalen Umwelt-Städtebündnisses ICLEI in Europa, sieht Klimaschutz, Gesundheit und Wirtschaftsfragen als Treiber für grüne Stadtkonzepte.

 

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