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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wirtschaft

Midea-Chef warb in Hannover für chinesische Industrie

Von Martin Ciupek | 4. Mai 2017 | Ausgabe 18

Eigentlich sollte es während der Hannover Messe auf der Veranstaltung in der Robotation Academy um wirtschaftliche Perspektiven im Süden Chinas und internationale Kooperationen mit der chinesischen Stadt Foshan gehen. Doch im Mittelpunkt stand Paul Fang (Hongbo), Chef des chinesischen Hausgeräteherstellers Midea.

Midea-BU
Foto: M. Ciupek

Midea-Chef Fang (Bildmitte) beschrieb die Kuka-Übernahme auf der Hannover Messe als Win-Win-Situation.

 Er hatte Mitte 2016 durch die Übernahme des deutschen Roboterhersteller Kuka für viel Aufsehen gesorgt. Nun stellte er sich den Fragen deutscher und chinesischer Gäste.

Für Fang ist die Kuka-Übernahme nur ein weiterer Schritt im globalen Engagement von Midea. Um eine Lokalisierung zu erreichen, habe sein Unternehmen in vielen Ländern Übernahmen getätigt und sei Kooperationen eingegangen. Er machte aber deutlich: „Wir respektieren die einheimische Unternehmenskultur und die Gesetze. Wir respektieren die Unabhängigkeit des Unternehmens, welches wir übernehmen.“

Die aktuellen Unternehmenszahlen von Kuka sind für ihn ein Indiz dafür, dass die Übernahme ein Erfolg ist. Im ersten Quartal 2017 erzielte Kuka ein Umsatzwachstum von 25,7 %. Positiv soll es laut Fang auch weitergehen. „Wir sind fest von einer Win-Win-Situation überzeugt.“

Über Details könne man laut Fang streiten. „Lassen Sie uns in zwei, drei Jahren noch einmal darüber sprechen“, antwortete er auf hartnäckige Nachfragen. Er geht davon aus, dass im Zuge der Globalisierung noch viele chinesische Unternehmen nach Deutschland kommen werden.

Fast zur Nebensache geriet in der Diskussion das Engagement der deutschen Robotation Academy in Foshan. Das zur Deutschen Messe AG gehörende Unternehmen wird für die Region zum offiziellen Zentrum für Robotik und Industrie 4.0. Nach dem Vorbild der Zentrale in Hannover will die chinesische Regierung produzierende Unternehmen Süd-Chinas zu Konferenzen, Schulungen und Netzwerkveranstaltungen einladen. Dazu sollen auch zwei Demoanlagen finanziert werden und die Robotation Academy soll die Veranstaltungen mit ihren Partnern Fraunhofer IFF und der RWTH Aachen durchführen.

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