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Sonntag, 17. Dezember 2017

Stromnetze

Neues Bohrverfahren für Erdkabelverlegung getestet

Von Stephan W. Eder | 23. März 2017 | Ausgabe 12

Auf einer 300-m-Strecke nahe dem westfälischen Borken haben der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und der Bohrtechnikspezialist Herrenknecht letzte Woche erfolgreich ein neues Bohrverfahren zur Verlegung von Erdkabeln getestet. Wissenschaftler der RWTH Aachen begleiteten das Vorhaben.

w - Amprion Herrenknecht BU
Foto: Aprion GmbH/Frank Peterschörder

Nachlegen: Jedes Rohrsegment enthält die Versorgungsleitungen für den Bohrkopf. Eine hydraulische Presse schiebt den Strang durch die Erde.

Die neu entwickelte Tunnelbohrmaschine AVNS 350 XB erstellte nach dem sogenannten E-Power-Pipe-Verfahren in mehreren Metern Tiefe drei parallele Bohrungen für eine Drehstromverbindung. In diese werden Leerrohre aus hochdichtem Polyethylen eingezogen, die wiederum die Erdkabel aufnehmen.

Im Vergleich zur üblichen offenen Verlegung und anderen Bohrverfahren sind die alle 1 km bis 1,5 km abzuteufenden Schächte klein gehalten. Laut Marc Peters, Leiter Geschäftsfeld Energie bei Herrenknecht, könne durch die neue Technik „sehr schnell“ verlegt werden. Höchstens 15 Tage solle eine Bohrung über 1 Kilometer dauern. Ziel sei es, dass das Verfahren nicht teurer als die offene Verlegung werde, sagte Peters.

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