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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Videotechnik

Oscar-prämierte Technik

Von Peter Steinmüller | 2. März 2017 | Ausgabe 09

Nicht nur Filme werden von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit einem Oscar ausgezeichnet. Auch die Technik, die das Leinwandspektakel erst ermöglicht, wird jedes Jahr von der Academy mit Preisen bedacht.

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Foto: Arri

Bayern in Hollywood: Das Team des Münchner Unternehmens Arri bei der Verleihung des Sci-Tech-Oscars in Los Angeles.

 Die Verleihung findet unabhängig von der Oscar-Verleihung für die Filmstars statt, und an Stelle der goldenen Statuen gibt es goldene Plaketten, manchmal sogar nur eine Urkunde.

Unter den diesjährigen Preisträgern der sogenannten Sci-Tech-Awards findet sich erneut das deutsche Unternehmen Arri. Beim Annehmen von Filmpreisen haben die Münchner bereits Routine. Die aktuelle Auszeichnung ist bereits die 19. dieser Art für Arri. Den Preis bekommt das Unternehmen für die Entwicklung ihres Digitalkamerasystems Alexa. Die Academy lobte Bildwiedergabe und ein intuitives Design, das in enger Zusammenarbeit mit den Filmemachern entwickelt wurde.

Im Gegensatz zu den Academy Awards der Stars und Sternchen müssen die mit einem Scientific and Technical Award gewürdigten Leistungen nicht im Jahr 2016 entwickelt oder eingeführt worden sein. Unverzichtbar ist dagegen ein nachweislicher, erheblicher Wert für die gesamte Filmindustrie.

So kommt es, dass auch Entwicklungen ausgezeichnet werden, die mittlerweile in der Praxis keine Rolle mehr spielen. Ein Beispiel ist das Digitalkamerasystem Viper FilmStream. Die Errungenschaft aus dem Jahr 2002 war eine der ersten digitalen Filmkameras der Kinoindustrie und konnte Videodaten unkomprimiert ausgeben, was praktisch für die Nachverarbeitung war. Für seine aktuelle Hardware wurde Sony ausgezeichnet. Mit der F65-CineAlta-Kamera stellen sie Filmemachern einen 20-Megapixel-Sensor mit hohem Dynamikumfang und 120 Bildern/s zur Verfügung. Bei diesem Produkt lobte die Academy die Fähigkeit, Farb- und Helligkeitsinformationen im sogenannten RAW-Format unverarbeitet auszugeben.

Der Kamerahersteller Red erhielt einen Preis für seine Kamera, bei der der Videosensor nachträglich ausgetauscht werden kann. Somit verlängert sich der Lebenszyklus der Kamera und Anwender haben eine gewisse Zukunftssicherheit.

Neben den Kameras gab es eine Reihe Auszeichnungen für die immer wichtiger werdende Digitalisierungssoftware. Hersteller Weta Digital wurde etwa für seine Facets-Lösung ausgezeichnet. Um in Animationsfilmen Gesichtsregungen von Darstellern detailgetreu auf die digitalen Figuren zu übertragen, filmt eine Kamera bei allen Handlungen das Gesicht. Befestigt ist sie über eine gebogene Stange an einer Art Stoffhaube. Ein bekannter Film mit dieser Technik ist beispielsweise „Avatar“ (2009) von James Cameron.

http://www.is.gd/TechOscars2017

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