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Freitag, 15. Dezember 2017

Digital-Gipfel

Und der Gewinner ist: Darmstadt

Von Christoph Böckmann | 15. Juni 2017 | Ausgabe 24

Es hätte keine Bessere für die Öffnung eines Briefumschlags gefunden werden können. Der Gesichtsausdruck von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries verwandelte sich am Vorabend des Digital-Gipfels in Sekunden in ein breites Grinsen.

Prämierte Stadt
Foto: R. Bönsch

Glückliche Sieger: Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (mit Mikro) hat viele Mitstreiter beim Projekt „Digitale Stadt“.

Die Darmstädterin durfte verkünden, dass ihre Wahlheimat ab sofort zu Deutschlands Digitalstadt avanciert.

Die südhessische Stadt hatte sich in einem vom Branchenverband Bitkom und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ausgerufenen Wettbewerb durchgesetzt. Gegen eine durchaus beachtliche Konkurrenz aus Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) war schon frühzeitig sehr von „seinem“ Darmstadt überzeugt: „Wir sind eine wachsende Stadt mit hoher Lebensqualität und ein technologieorientierter Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft“, betonte er. Als digitale Stadt wolle man optimierte Servicestrukturen der nächsten Generation in allen Sektoren schaffen. Dazu zählen für Partsch u. a. digitale Mobilitätsketten, aber auch Wohnungsbaugesellschaften, Energieversorger und viele mehr sind mit von der Partie.

Der Anspruch ist hoch: „Wer in diese Stadt kommt, soll einen Wow-Effekt erleben“, so flapsig formulierte es Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Oder, wie es in der Ausschreibung stand: „Wir wollen eine Pilgerstätte der Digitalisierung in Europa schaffen. Weg von Einzellösungen, hin zu einem umfassenden und integrierten Ansatz. Eine Stadt, die über die Grenzen Deutschlands hinaus Vorbildcharakter hat.“

Was erwartet Darmstadt jetzt? Zunächst einmal eine zweistellige Millionensumme und die Unterstützung von rund 23 Unternehmen – darunter die Deutsche Telekom, Vodafone, die Deutsche Bahn, SAP, Hewlett-Packard, Samsung und viele mehr. Hinzu kommen 10 Mio. €, die das Land Hessen spendiert. Und dann natürlich jede Menge Baustellen, denn ohne Buddelarbeiten keine Glasfaser, und ohne die keine digitale Stadt.rb

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