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Dienstag, 12. Dezember 2017

Abbau

Weltgrößte Lithiumreserven

Von Christoph Böckmann | 27. Juli 2017 | Ausgabe 30

Boliviens Staatschef Evo Morales sieht für sein Land wegen der rasant steigenden Weltmarktpreise für den Rohstoff Lithium goldene Zeiten anbrechen. „Wir werden eine große Lithiumindustrie aufbauen, über 800 Mio. $ stehen dafür bereit“, sagte Morales.

Nach Tests mit einer Pilotanlage soll nun eine große Förderanlage im Salzsee von Uyuni errichtet werden, wo die größten Vorkommen der Welt liegen. Der Rohstoff gilt als das „weiße Gold“: Er wird für die Batterien von Elektroautos, für die Speicheranlage von überschüssigem Solarstrom und für Mobiltelefonakkus gebraucht.

Auf rund 40 km2 entsteht in Uyuni derzeit ein Komplex zum Abbau von Lithium und Kaliumchlorid, das für den Düngemitteleinsatz verwendet wird – diese Anlage wird bereits von einem Unternehmen aus China gebaut. Morales betonte, man werde das Geschäft nicht ausländischen Konzernen überlassen, sie könnten sich aber beteiligen. Auch deutsche Unternehmen bewerben sich um den Bau der großen Lithiumanlage im Uyuni-Salzsee. Diese wird derzeit vom Thüringer Unternehmen K-Utec geplant. 

Der Weltmarktpreis für die Tonne Lithiumkarbonat hat sich binnen kurzer Zeit auf bis zu 13 000 $ fast verdoppelt. 

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