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Dienstag, 12. Dezember 2017

Künstliche Intelligenz

„Wer nicht in KI investiert, wird abgehängt“

Von Jens D. Billerbeck, Claudia Burger | 7. Dezember 2017 | Ausgabe 49

Deutschland ist im Bereich industrielle Anwendungen führend.

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Foto: [M] panthermedia.net/Andreus/VDIn

Künstliche Intelligenz (KI) ist auf dem Vormarsch: Sie steckt hinter den digitalen Sprachassistenten wie Amazons Alexa, Apples Siri oder Microsofts Cortana, sie sorgt für Fortschritte beim autonomen Fahren und revolutioniert Entscheidungsprozesse in Industrie und Gesellschaft. Vor allem die Großen der IT-Welt – von Google bis IBM – investieren kräftig in die KI.

In vielen Bereichen der IT-Industrie ist der Zug für Deutschland und Europa bereits abgefahren. Anders in der KI: Mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 und der starken Automobilindustrie sind hierzulande viele attraktive potenzielle Anwendungsfelder vorhanden. Welches Potenzial KI speziell in industriellen Anwendungen hat, soll eine Studie zeigen, die derzeit u.a. von der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH erarbeitet wird und im April erscheint.

Geradezu als Chance für Europa sieht Charles-Eduard Bouée, Vorstandschef von Roland Berger, die KI: Hiesige Forschungseinrichtungen und Unternehmen müssten sich als Gegengewicht zum Silicon Valley positionieren. Dazu bedürfe es einer Forschungs- und Gründerinitiative, um europäische KI-Zentren zu forcieren. Schließlich gehe es darum, den Weltstandard dieser Technologie zu definieren.

Auch Dagmar Dirzus, Geschäftsführerin der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik plädiert für mehr Engagement: „Unternehmen müssen dringend in die künstliche Intelligenz investieren. Wer nicht investiert, wird abgehängt.“ Denn die weltweite Wertschöpfungskette durch KI bis 2025 werde in Studien auf 6 Bio. $ prognostiziert.

Sie sieht Deutschland in einer guten Position bei der KI-Forschung: „Gerade im Bereich industrielle Anwendungen ist Deutschland führend. Wir müssen uns diese Stärken bewusst machen, denn KI ist kein Selbstzweck.“

Dirzus versteht aber auch, dass die Künstliche Intelligenz manche Menschen mit Sorgen erfüllt. Deshalb sei Transparenz in KI-basierten, maschinellen Entscheidungsprozessen wichtig „Es muss immer klar sein, auf welcher Datengrundlage das System entschieden hat. Und der Mensch muss in der Lage sein, zu sagen, ich verändere jetzt diesen oder jenen Parameter. KI darf nie eine Blackbox sein.“

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