Passwort vergessen?  | 
 |  Passwort vergessen?  | 
Suche
  • Login
  • Login

Donnerstag, 16. November 2017, Ausgabe Nr. 46

Donnerstag, 16. November 2017, Ausgabe Nr. 46

Fokus IT-Sicherheit

Zielscheibe Fabrik

Von Jens D. Billerbeck, Regine Bönsch | 16. März 2017 | Ausgabe 11

Cyberangriffe kosten die Industrie schon jetzt Milliarden. Die Lage ist bedrohlich. Das sorgt für Gesprächsbedarf auf der Cebit.

S1 Aufmacher IT Sicherheit (2)
Foto: panthermedia.net/V. Ochakovsky

Lahmgelegt: Cyberattacken treffen im Zeitalter der Digitalisierung Industrieanlagen, Roboter & Co. IT-Sicherheit ist daher vom 20. bis 24. März ein Kernthema der Cebit.

Geht es nach den Veranstaltern der Messe Cebit, dann müsste in der nächsten Woche die Halle 6 überrannt werden. Denn hier geht es um eines der Kernthemen der Messe: die IT-Security. Sie ist für Anbieter und Kunden des Cloud-Computing ebenso bedeutsam wie für die deutsche Industrie, die mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Digitalisierung marschiert. „Der Erfolg von Industrie 4.0 steht und fällt mit der Sicherheit der eingesetzten Systeme“, betont Winfried Holz, Präsidiumsmitglied des Branchenverbands Bitkom und Chef des IT-Dienstleisters Atos.

IT-Sicherheit beginnt einfach – bei Firewalls, Virenscannern und sicheren Passwörtern. Doch selbst da hapert es bei manchen Geräten, die im Internet der Dinge vernetzt werden und bereits als Einfallstore für Schadprogramme genutzt wurden. Jeder Sicherheitsspezialist weiß: Ein Netzwerk ist nur so sicher wie das schwächste Glied. Und wenn das eine Uralt-Steuerung in einer Industrieanlage ist, stehen die Tore für Angreifer schnell sperrangelweit offen.

Laut Martin Wülfert wird ohnehin zu viel Aufwand betrieben, um Angreifer bloß abzuwehren. Er ist CEO der Deutschen Cybersicherheits-Organisation (DCSO), in der sich Dax-Unternehmen (und weitere namhafte Großunternehmen) und einige ihrer Zulieferer zusammengeschlossen haben. Bei der großen Anzahl potenzieller Angriffsziele im Internet der Dinge müsse der Fokus mittlerweile auch auf der frühzeitigen Erkennung von Angriffen und der Abmilderung der Folgen liegen. Hier helfen Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz.

Zunehmend beziehen Firmen solche Dienste auch aus der Cloud, wie der gerade erschienene „Cloud Monitor 2017“ von Bitkom und KPMG zeigt: Nutzten 2015 nur 29 % der dort befragten Firmen „Security as a Service“, waren es 2016 bereits 44 %.

Das dient auch der Stärkung der IT-Sicherheit. Besonders schwer zu erkennen sind laut Wülfert Attacken, die von langer Hand gezielt vorbereitet und dann vor allem für Industriespionage eingesetzt werden – auch von Staaten. „Durch die zunehmende Professionalisierung dieser Angreifer wird es auch für große Unternehmen immer schwieriger, sich allein effektiv dagegen zu verteidigen.“  Seiten 20 bis 23

INTERVIEW ZUM THEMA

VDI-Default

„Es gibt jeden Tag neue Gefährdungsszenarien“

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll Deutschland schützen. Ein Interview mit dem Leiter Arne Schönbohm.

 

stellenangebote

mehr