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Dienstag, 12. Dezember 2017

Fokus Smarter Leben

Ziemlich beste Gesellschaft

Von Bettina Reckter, Jens D. Billerbeck, Regine Bönsch | 12. Januar 2017 | Ausgabe 01

Nette Spielerei oder sinnvolle Technik? Das Internet of Things (IoT) verspricht Unterstützung für viele Lebenslagen. Knackpunkt bleiben IT-Sicherheit und Datenschutz.

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Foto: Bosch

Aufpasser oder Freund? Technische Neuheiten wie Roboter Kuri sollen den Alltag einfach und sicher machen.

Kuri verzauberte Las Vegas. Der kleine Roboter war eines der Highlights der Konsumelektronikmesse CES, die in der ersten Januarwoche wieder mehr als 150 000 Fachbesucher in die Spielermetropole im US-Bundesstaat Nevada lockte. Kuri, entwickelt vom Start-up Mayfield Robotics und unterstützt von Bosch, ist als Aufpasser im Haus unterwegs, solange dessen Bewohner abwesend sind.

Kuri besitzt Sensoren und er ist vernetzt. Damit ist er ein Teil des immer größer werdenden Internets der Dinge (Internet of Things, IoT), das derzeit die Fantasie der Techniker und Marketingstrategen beflügelt. Da informieren Bürsten über die Haargesundheit, Kopfhörer messen Puls und Körpertemperatur, vernetzte Kühlschränke werden zur Infozentrale im Haus und bestellen zur Neige gehende Lebensmittel selbsttätig nach.

Braucht die Menschheit derartige Geräte? Werner Struth, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung, ist davon überzeugt und erklärte auf der CES: „In einer zunehmend vernetzten Welt erwarten die Menschen von technologischen Neuheiten, dass diese ihren Alltag noch einfacher, angenehmer und sicherer machen – sei es zu Hause, in der Stadt, im Auto oder bei der Arbeit.“

Die Verbraucher scheinen es zu goutieren. Nach einer repräsentativen Studie, dem Electronica Trend-Index 2020, bei dem u. a. 1000 Deutsche befragt wurden, halten mehr als 60 % von ihnen intelligente Assistenten für sinnvoll.

Sensoren als Ohren und Augen der Technik sind die Basis, diverse Funkstandards sorgen für die Verbindung mit Rechnern in der Cloud, die wiederum mit ausgeklügelten Algorithmen die Datenmengen nach relevanten Informationen durchsuchen.

 Doch diese Datenmengen wecken Begehrlichkeiten und rufen Datenschützer auf den Plan. Die Vielzahl vernetzter Geräte schafft Einfallstore für Angreifer. Erst im Dezember mahnte die Bundesbeauftragte für den Datenschutz Andrea Voßhoff die Hersteller und Betreiber von Fitnesstrackern an ihre Pflicht, für einen gesetzeskonformen Datenschutz zu sorgen. Ab Februar lädt der VDI Experten zur Diskussion über die voranschreitende Digitalisierung in der Fitness- und Healthcare-Branche mit dem Fokus auf Wearables. Es gilt technische Standards – auch für die IT-Sicherheit – zu definieren.

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