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Donnerstag, 22. Juni 2017, Ausgabe Nr. 25

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Wirtschaft

C wie Chefetage

Von Claudia Burger | 15. Dezember 2016 | Ausgabe 50

Pöstchen, wechsle dich! Wir haben eine Auswahl an Personalien für das laufende und kommende Jahr zusammengestellt.

Köppe A (2)
Foto: panthermedia.net/T. Hecker

Wessen Suppe muss ich eventuell auslöffeln? Wen muss ich mir merken, wen kann ich vergessen?

Erneut Gespräche über Zusammenschluss

Foto: imago/Sven Simon

Linde: Der Industriegase-Spezialist verhandelt wieder mit dem US-Rivalen Praxair über einen Zusammenschluss. Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle hat die zuvor fragliche Unterstützung der Arbeitnehmervertreter für die Fusionsgespräche. Die Verhandlungen werden mit dem neu eingesetzten Vorstandschef Aldo Belloni (66, Foto), einem Vertrauten von Reitzle, stattfinden. Er wurde aus dem Ruhestand aktiviert und übernahm stante pede den Posten von Wolfgang Büchele, der das Unternehmen eigentlich erst im Frühjahr verlassen wollte. Belloni war früher Linde-Anlagenbauvorstand.

Verlängerung lange vor der Zeit

Foto: EnBW/Catrin Moritz

EnBW: Er ist gekommen, um zu bleiben – Chef Frank Mastiaux (52, Foto) hat seinen Vertrag, der Ende September 2017 ausgelaufen wäre, bereits jetzt um fünf Jahre bis 2022 verlängert. Mastiaux soll nach dem Willen des Aufsichtsrates den weiteren Umbau des einst atomlastigen Konzerns Richtung erneuerbare Energien sicherstellen. Unter Mastiauxs Ägide ist der Jahresumsatz vom Jahr 2012 bis 2015 um 14 % gestiegen. Als neues Geschäftsfeld werden Energiedienstleistungen ausgebaut.

Vom COO zum CEO ohne lange Leitung

Foto: Telefónica

Telefónica: Zum Jahreswechsel wird der Jurist Markus Haas (44, Foto) Vorstandsvorsitzender der Telefónica Deutschland Holding AG. Derzeit bekleidet er die Position des Chief Operating Officer. Markus Haas wird gemeinsam mit Rachel Empey, zurzeit Chief Financial Officer, führen. Beide haben das Unternehmen durch den Börsengang, den Zusammenschluss mit der E-Plus-Gruppe und die Integration der beiden Unternehmen geführt. Markus Haas bekam einen Vertrag bis zum 31. Dezember 2019. Er ist seit 1998 für Telefónica tätig. Noch-Vorstandschef Thorsten Dirks wird im Mai Chef von Eurowings.

Den Servicegedanken stärken

Foto: Heidelberger Druckmaschinen

Heidelberger Druckmaschinen: Der neue Vorstandschef des Maschinenbauers Heidelberger Druckmaschinen AG, Rainer Hundsdörfer (59), will den Umbau des Unternehmens zum Serviceanbieter vorantreiben. Mit dem Bau von Druckmaschinen werde sich künftig schwerer Geld verdienen lassen, sagte der Manager wenige Tage nach Amtsantritt im November. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur musste Ende April diesen Jahres den Vorstandsposten bei ebm-papst wegen unterschiedlicher Auffassung in der Unternehmensführung räumen.

Elektrotechnik-Ingenieur ist Boss

Foto: ebm-papst

ebm-papst: Der Ventilatoren- und Motorenbauer ebm-papst bekommt zum Jahreswechsel einen neuen Chef. Stefan Brandl (48, Foto) ist dann Vorsitzender der Geschäftsführung. Der 48-Jährige war bisher unter anderem Leiter des Standorts im bayerischen Landshut. Er übernimmt nach einer Vakanz den Posten des Ex- Geschäftsführers Rainer Hundsdörfer (siehe auch S. 28). Brandl studierte Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik an der Fachhochschule Schweinfurt und arbeitet seit 1991 in der Firmengruppe. Seit Mai ist er zudem als Gruppengeschäftsführer zuständig für den Umbau des Unternehmens.

Der dienstälteste Autochef in Deutschland wechselt in den Aufsichtsrat

Foto: Ford

Ford: Stabwechsel beim Autobauer in Deutschland: Der bisherige Qualitätschef von Ford of Europe, Gunnar Herrmann (Foto), wird zu Jahresanfang der neue Chef von Ford in Deutschland. Der 56-Jährige tritt die Nachfolge des dienstältesten Auto-Chefs in Deutschland an. Fast anderthalb Jahrzehnte lenkte Bernhard Mattes (60) die Geschicke von Köln aus. Er wechselt nun in den Aufsichtsrat. Herrmann begann seine berufliche Laufbahn 1979 als Auszubildender bei Ford. Nach Abschluss seiner Ausbildung studierte er in Hamburg Fahrzeugbau. Seit 2012 ist Herrmann Mitglied der Geschäftsführung von Ford Europa.

Aufbruch in unbekannte Herausforderungen

Foto: Siemens AG

Siemens I: Technikvorstand Siegfried Russwurm (53, Foto) verlässt das Unternehmen Ende März. „Ich habe einen Großteil meines Berufslebens bei Siemens verbracht. Dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern werde ich immer verbunden bleiben“, sagte Russwurm. „Dennoch möchte ich mich auch möglichen neuen Herausforderungen nicht verschließen.“ Der 53-Jährige ist seit 1992 bei Siemens und soll mit Siemens-Chef Joe Kaeser nicht immer einer Meinung gewesen sein. Über Projekte ist noch nichts bekannt. Russwurm galt in Medien unter anderem bei Linde als möglicher Kandidat für die Büchele-Nachfolge.

Weg in den Vorstand geebnet

Foto: Siemens AG

Siemens II: Die Siemens AG hat Cedrik Neike (43) und Michael Sen (48, Foto) zum 1. April in den Vorstand berufen und die Verantwortlichkeiten im Gremium neu ausgerichtet. Cedrik Neike gilt als IT-Experte und wird die Region Asien/Australien sowie die Division Energy Management verantworten. Sen ist studierter Betriebswirt und war lange einer der engsten Mitarbeiter von Joe Kaeser. Er kehrte vor anderthalb Jahren nach fast 20 Jahren Siemens den Rücken und wurde Eon-Finanzvorstand. Es wurde gemunkelt, dass er dies tat, weil Kaeser ihn nicht zum Chef der Medizinsparte machte. Sen wird die Einheit Siemens Healthcare nun verantworten.

Mit Material von Reuters und dpa

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