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Dienstag, 12. Dezember 2017

Studie

Das Interesse an Mint schwindet bei Mädchen ab 16 Jahren

Von Claudia Burger | 4. Mai 2017 | Ausgabe 18

Das Interesse von Mädchen an Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) wird in deutschen Schulen und Elternhäusern weniger gefördert als in vielen anderen Ländern Europas. Naturwissenschaftliche Themen und Informatik würden hierzulande in der Schule fast ausschließlich anhand von Beispielen aus der „Jungs-Perspektive“ erklärt, beklagt jedes dritte Mädchen (33,1 %) nach einer Studie.

 Eltern würden anders als im europäischen Vergleich eher selten das Gespräch zu diesen Themen suchen (28,9 %). Das zeigt der Ländervergleich im Rahmen der Studie „The When & Why of STEM Gender Gap“ des Marktforschungsinstituts KRC Research im Auftrag von Microsoft. Mädchen und junge Frauen zwischen elf und 30 Jahren in zwölf europäischen Ländern wurden befragt.

Die Studie offenbart auch Unterschiede in den Faktoren, die das Interesse von jungen Frauen an den technischen Disziplinen fördern. Als Motivator sind dabei die Eltern in Deutschland weniger gefragt; mehr Ermutigung wollen die Mädchen von Lehrern und weiblichen Vorbildern aus Mint-Berufen und Institutionen erfahren.

Gemäß der Microsoft-Studie ist in Deutschland das Interesse von Mädchen im Alter von elf bis 16 Jahren für diese Themen am stärksten und sinkt danach rapide ab. Dabei liegt auch diese frühe Hochphase der Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen und den weiteren dazugehörigen Themen immer noch ein gutes Stück unter dem europäischen Durchschnitt. Besonders in Frankreich, Italien oder Polen können sich die weiblichen Teenager in diesem Altersabschnitt noch wesentlich stärker für Mint-Fächer begeistern.

Sabine Bendiek (s. VDI nachrichten 16/2017), Vorsitzende der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland, sagt: „Wir sehen, dass sich Mädchen durchaus für Mathe, Physik oder Informatik begeistern, wenn man sie richtig anspricht und unterstützt. Andere Länder machen das vor, wir sind jedoch Mittelmaß. Es gilt, die Potenziale von Mädchen zu fördern – damit Deutschland digital erfolgreich wird.“cer

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