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Freitag, 15. Dezember 2017

Außenwirtschaft

Drehscheibe für deutsche Unternehmen

Von Peter Schwarz | 2. März 2017 | Ausgabe 09

Viele deutsche Unternehmen haben sich in Singapur niedergelassen, um von hier aus den asiatischen Markt zu erschließen. Inzwischen sind rund 1400 Firmen in der südostasiatischen Metropole vertreten – eine Verdreifachung innerhalb der vergangenen zehn Jahre.

Foto: EDB

An Wee Moo, EDB: „Forschende Firmen können in Singapur auf einen ausgeprägten Patentschutz bauen.“

Der Boom kommt nicht von ungefähr: Unternehmen wie Symrise, Bosch, Evonik, Mann+Hummel oder Rohde & Schwarz schöpfen in dem Stadtstaat, der gerade Sieger der weltweiten Pisa-Studie geworden ist, aus einem großen Reservoir an Fachkräften. Stabile politische Verhältnisse und Rechtssicherheit sprechen für den Standort. Eine gute Infrastruktur und niedrige Steuersätze kommen hinzu.

Als Innovationstreiber genießen deutsche Firmen in Singapur hohes Ansehen und staatliche Unterstützung – nicht zuletzt durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Singapore Economic Development Board (EDB). „Singapur hat sich als idealer Partner für die Internationalisierungspläne gerade mittelständischer Unternehmen bewährt“, ist sich An Wee Moo, Regional Vice-President Europa des EDB, sicher. „Forschende Unternehmen können in Singapur z. B. auf einen ausgeprägten Patentschutz bauen.“

Neben einem weit gefächerten Dienstleistungsspektrum hat sich Singapur auch als Produktionsstandort etabliert. Die Industrie steht inzwischen für rund 20 % der Wirtschaftsleistung.

Der Stadtstaat ist nicht größer als Hamburg, hat aber dreimal so viele Einwohner (5,5 Mio.). Seinen Aufstieg verdankt er nicht zuletzt der geografischen Lage im Zentrum des Wirtschaftsraums Asean, zu den zehn südostasiatischen Ländern gehören etwa Indonesien, Thailand und die Philippinen.

Die Kaufkraft der Haushalte im Asean-Raum nimmt deutlich zu. 2020 sollen über 400 Mio. Einwohner zur Mittelschicht gehören. In den kommenden fünf Jahren wird das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt jährlich um 6,5 % steigen, prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF).

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