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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Arbeitsmarkt

Energiewende puscht Ingenieurnachfrage

Von Peter Schwarz | 16. Februar 2017 | Ausgabe 07

Ingenieurmonitor meldet mehr als 70 000 freie Stellen zum Jahresende

Die Nachfrage nach Ingenieuren stieg im letzten Quartal des vergangenen Jahres ungebremst weiter auf 70 220 – ein Plus von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die arbeitslos gemeldet sind, erneut gesunken. Sie liegt monatsdurchschnittlich mit 25 960 Ingenieuren auf dem tiefsten Stand seit 2010. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Ingenieurmonitor, eine Studie des VDI und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Besonders begehrt sind derzeit Bauingenieure. Die Nachfrage im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten verzeichnete laut Ingenieurmonitor einen Zuwachs von 21,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit mehr als 25 000 Vakanzen entfiel mehr als ein Drittel des gesamten Stellenangebotes auf diesen Bereich. Die Branche profitiert davon, dass 2016 der Bau von immer mehr Büro-, Verwaltungs- und Wohngebäude genehmigt wurde.

Sehr gut sieht es auch für Ingenieure in der Energie- und Elektrotechnik aus. Mit monatsdurchschnittlich 14 360 offenen Stellen zog der Markt verglichen zum Vorjahreswert ebenfalls kräftig an (+10,2 %).

Die Arbeitskräftenachfrage im Maschinen- und Fahrzeugbau hat sich im Schlussquartal 2016 ebenfalls positiv entwickelt. Monatsdurchschnittlich gab es 15 560 offene Positionen. Das waren 2,5 % mehr als ein Jahr zuvor.

Hält der Trend an? Die Autoren des Ingenieurmonitors sind davon überzeugt. Da mehr als ein Drittel der gesamten Energie im Gebäudebereich verbraucht würde, wolle die Bundesregierung mit umfangreichen Fördermitteln das Ziel des klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 vorantreiben. „Die Energiewende und die damit verbundenen Ziele haben einen wichtigen Einfluss auf den Bedarf an Ingenieuren. Neben der Bauwirtschaft beschäftigen sich unter anderem auch die Bereiche Maschinen- und Fahrzeugbau mit dem Thema“, heißt es in ihrer Untersuchung.

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