Passwort vergessen?  | 
 |  Passwort vergessen?  | 
Suche
  • Login
  • Login

Donnerstag, 23. November 2017, Ausgabe Nr. 47

Donnerstag, 23. November 2017, Ausgabe Nr. 47

Kommentar

Finden und gefunden werden

Von Peter Schwarz | 1. Dezember 2016 | Ausgabe 48

Goldene Zeiten für Personalchefs: Nie zuvor hatten sie so viele Möglichkeiten, Mitarbeiter zu gewinnen. Noch vor wenigen Jahren war die Personalanzeige in der Zeitung gesetzt, um auf freie Stellen aufmerksam zu machen.

Peter Schwarz, Ressortleiter: Rekrutierung nach Maß verlangt nach Bewerbung mit Köpfchen.

Heute platzt der personalpolitische Instrumentenkasten aus allen Nähten. Jedes Unternehmen, das auf sich hält, hat ein Karriereportal. Es befunkt soziale Netzwerke, baut einen Talentpool auf, holt sich künftige Mitarbeiter als Praktikanten und Diplomanden ins Haus, nutzt systematisch Personalempfehlungen der eigenen Belegschaft und/oder stellt auf Jobmessen aus – um nur einige Optionen zu nennen. Findige Personaler entwickeln eigene, maßgeschneiderte Rekrutierungsstrategien, je nach Zielgruppe, Arbeitgeberimage und Budget.

Potenziellen Jobwechslern macht dieser Trend zu schaffen. Es wird immer schwieriger, das Stellenangebot im eigenen Fachgebiet zu überschauen. Kein Bewerber ist noch in der Lage, den verschlungenen Rekrutierungspfaden der Unternehmen zu folgen.

Vor allem für Ingenieure wird der Jobmarkt zur Blackbox. Nur etwa jede fünfte freie Ingenieurstelle findet sich noch auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit – eine niedrigere Quote als bei anderen akademischen Qualifikationen. Dabei sollten Arbeitgeber wegen des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes eigentlich alle Vakanzen melden. Tun sie es nicht, können sie von abgelehnten Bewerbern unter Umständen wegen Diskriminierung verklagt werden.

Was heißt das für Ingenieure, die sich beruflich verändern wollen? Sie sind gut beraten, ihre Wunscharbeitgeber (und deren bevorzugte Rekrutierungskanäle) zu identifizieren. Auf dieser Wissensbasis können sie eine passgenaue Bewerbungsstrategie entwickeln. Zielgerichtetes, planvolles Vorgehen zahlt sich aus. Jobsucher sollten nicht alle Hebel in Bewegung setzen, sondern die erfolgversprechendsten. Auch bei der Stellensuche ist weniger oft mehr.

stellenangebote

mehr