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Dienstag, 12. Dezember 2017

Kino

„Ghost in the Shell“: Vision vernetzter Hirne

Von Fabian Kurmann | 30. März 2017 | Ausgabe 13

In Japan gegen Ende des 21.  Jahrhunderts werden Menschen durch kybernetische Teile verbessert: Künstliche Arme, Beine, Augen, Lungen und auch die Vernetzung mit dem Gehirn gehören zum Alltag.

BU Kino Ghost in the shell
Foto: Paramount

Gedankenleser: Im Film hacken Cyberterroristen solche Unterhaltungsroboter, um menschliche Gehirne anzuzapfen.

In Experimenten bleibt nur noch das Gehirn als menschlicher Teil im Roboterkörper. Hier beginnt die Geschichte der Neuverfilmung des Animes „Ghost in the Shell“, die ab 30. März in den Kinos anläuft.

„Major“ ist Soldatin in einer Spezialeinheit und Prototyp. Sie will Cyberterroristen töten, die die Eltern des Körpers, aus dem ihr Gehirn stammt, umgebracht haben sollen.

Der direkte Draht zum Gehirn hat viele Vorteile für die Menschen dieser Zeit, etwa die Fähigkeit, in 5 min eine Fremdsprache zu lernen. Major kommuniziert z. B. mit ihren Teamkollegen über sogenannte „Mindcoms“. Dabei werden Gedanken im Sprachzentrum eines Gehirns abgegriffen, digitalisiert, verschickt und beim Kollegen im Hörzentrum seines Gehirns wieder eingekoppelt.

Doch auch die Cyberterroristen nutzen die Vernetzung, um fremde Gehirne zu hacken und Menschen unter ihre Kontrolle zu bringen.

Der Film überzeugt in zwei Punkten: Viele Details schaffen eine glaubwürdige Atmosphäre. Und beeindruckende visuelle Effekte werden gezeigt. Die Geschichte ist dagegen leider etwas lieblos erzählt.

Den Bezug zur Gegenwart stellen die Bestrebungen von Ray Kurzweil, des „Director of Engineering“ bei Google, und seiner Forschergruppe her, die das Gehirn bis 2030 an die Cloud anschließen wollen. Außerdem sind erste Prothesen bereits über Nervenimpulse des Gehirns steuerbar, Mikrochips im Innenohr oder auf der Netzhaut lassen Blinde wieder sehen und Taube hören.

Auch Technologien wie Augmented oder Virtual Reality greift der Film auf: Dreidimensionale Werbung wabert über Hochhäusern, auf den Straßen schweben holografische Fahrbahnmarkierungen und zum Meeting treffen sich virtuelle 3-D-Replika der Teilnehmer.kur

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