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Donnerstag, 10. August 2017, Ausgabe Nr. 32

Donnerstag, 10. August 2017, Ausgabe Nr. 32

Umfrage

Gutes Jahr für Ingenieure?

Von Peter Schwarz | 12. Januar 2017 | Ausgabe 01

Wie läuft die Konjunktur 2017? Schaffen die Firmen neue Jobs? Welche Qualifikationen sind gefragt? Wir haben bei Vorständen und Geschäftsführern nachgehört.

Ausblick 2017 (2)
Foto: Foto [M]: ddp images /panthermedia.net/ISergey

„Ingenieure für alternative Antriebe gesucht“

Foto: Audi

Die Automobilindustrie befindet sich in einem historischen Wandel. Wir begreifen diese Veränderungen als Chance und gestalten sie maßgeblich mit. Im kommenden Jahr suchen wir für unseren Innovationskurs Experten mit frischen Ideen. Ihr Know-how ebnet den Weg für die Mobilität von morgen. Wir holen 2017 gezielt Ingenieure an Bord, die alternative Antriebe entwickeln, unsere Autos noch weiter vernetzen und die innovativen Technologien unserer digitalen Fabriken ausbauen. Kompetenzen in der IT werden dabei immer wichtiger, etwa beim Software Engineering, Cloud Computing, Machine Learning oder in der Robotik. Unsere Ingenieure befassen sich mit dem gesamten Lebenszyklus eines Autos und denken sogar darüber hinaus. Sie arbeiten eng mit Kollegen aus Produktion, IT und Vertrieb zusammen.

Thomas Sigi, Personalvorstand Audi

 

„Interdisziplinär denken“

Foto: ABB AG

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld, in dem wir uns seit einiger Zeit bewegen, dürfte auch in diesem Jahr entscheidenden Einfluss auf die Geschäfte haben. Verhaltenes Wachstum und zunehmende Unsicherheiten belasten die Märkte. Investitionen werden zurückgehalten. Dennoch sehen wir uns für die Zukunft gut gerüstet: Denn die Themen der deutschen Industrie – die vierte industrielle Revolution und die Energiewende – sind auch die Themen der ABB. Dafür brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter – abhängig von den jeweiligen Marktbedingungen. Auch wenn wir heute noch primär Elektrotechniker und Maschinenbauer suchen, ist künftig zunehmend IT- und Beratungskompetenz gefragt. Ingenieure müssen mehr und mehr in der Lage sein, über Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und technische Verfahren hinaus interdisziplinär zu denken.

Markus Ochsner, Personalvorstand ABB Deutschland

 

„Bedarf an Robotik-Experten“

Foto: Excellence AG

Die Zukunft der Ingenieurdienstleistung ist vielversprechend. Die gute Beschäftigungslage bleibt dank der Herausforderungen der Digitalisierung erhalten. Das kommt den Ingenieurberufen zugute. Sie sind stark nachgefragt. Excellence sucht insbesondere Software-Ingenieure und Robotik-Experten, also die Fachkräfte, die relevante Schnittstellen zwischen Mechanik, Elektrotechnik und IT verantworten. Daneben haben wir im Qualitätswesen großen Bedarf. Wir haben bedeutende Projekte gewonnen, damit ist ein Großteil unserer Mitarbeiter 2017 bereits ausgelastet. Unser Auftragsbestand umfasst bereits das, was wir im ganzen Jahr 2016 erwirtschaftet haben. Die Excellence AG wird kommendes Jahr um mehr als 50 % wachsen.

Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende Excellence

 

„Bei Expertenfunktionen zählt Berufserfahrung“

Foto: Bayer

Für Ingenieure bestehen bei Bayer gute Einstiegs- und Karrierechancen. Wir rechnen 2017 mit rund 100 Neueinstellungen im Ingenieurbereich in Deutschland. Typische Einsatzgebiete sind technische Entwicklung, Engineering, Werkstätten oder technische Betriebsleitung. Hochinteressante Aufgaben warten auf Ingenieure bei Bayer in den Bereichen Computational Life Sciences, Nachrichtentechnik, Marketing, Vertrieb sowie in Management- und Consulting. Besonders gute Chancen besitzen derzeit Ingenieure mit Qualifikationen in Computational Life Sciences und Verfahrenstechnik – hier suchen wir vor allem Bio- oder Chemieingenieure. Bei Expertenfunktionen ist uns relevante Berufserfahrung wichtiger als ein Abschluss in einer bestimmten Fachrichtung.

Hartmut Klusik, Personalvorstand Bayer

 

„Wir stellen weltweit mehr Fachleute ein“

Foto: Carcoustics

Wir rechnen 2017 mit einer stabilen Konjunktur. Aufgrund neuer Aufträge werden wir weltweit weiter wachsen und vor allem mehr zusätzliche Ingenieure weltweit einstellen. Gefragt sind Fachleute in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Operations (Werksführungsteam). Hinzu kommen Maschinenbauingenieure mit entsprechenden Fachrichtungen in Entwicklung, Konstruktion, Produktionstechnik. Bedarf haben wir außerdem an Wirtschaftsingenieuren.

Thomas Sundermann, Personalleiter Carcoustics

 

„Kein kräftiger Aufschwung“

Foto: Gesco

Der Maschinenbauverband VDMA ist in seinem Ausblick für 2017 zurückhaltend und betont die Risiken. Wir teilen diese Einschätzung: Wir sehen keine Hinweise auf einen heftigen Einbruch – aber ebenso wenig Zeichen für einen kräftigen Aufschwung. Für die Beschäftigung heißt dies: Es gibt keinen Anlass für breit angelegten Personalaufbau, sondern eher für eine bewusste und kosteneffiziente Personalpolitik. Das Suchprofil geht klar in Richtung digitale Kompetenz, das gilt für Ingenieure ebenso wie für Facharbeiter. Im Zuge von Automatisierung und Digitalisierung stehen Programmierung und Steuerungstechnik im Vordergrund. Immer begehrt sind weiterhin Konstrukteure, Vertriebsingenieure und Servicetechniker.

Eric Bernhard, Vorstandsvorsitzender Gesco

 

„Zusätzliche Stellen trotz politischer Dämpfer“

Foto: Trumpf Gruppe/Moro

2016 haben wir als ein Jahr mit vielen Dämpfern erlebt. In den Ländern, in denen wir wirtschaftlich aktiv sind, gab es viele politische Veränderungen. Die Summe dieser Ereignisse lässt uns in unseren Planungen für 2017 etwas verhaltener werden.  Wir gehen aber grundsätzlich von weiterem Umsatzwachstum aus. China bleibt schwierig. In den osteuropäischen Ländern spüren wir sehr deutlich die Auswirkungen protektionistischer Wirtschaftspolitik. Deutschland und Westeuropa hingegen entwickeln sich gut, und auch in Amerika erleben wir eine Stabilisierung der Investitionstätigkeit. Dies schlägt sich in zusätzlichen Stellen nieder, die wir vor allem in Feldern mit Zukunftspotenzial schaffen. So wollen wir neue Mitarbeiter für unsere Industrie-4.0-Aktivitäten gewinnen, ebenso wie für unseren Bereich Additive Manufacturing. Wir suchen – wie viele andere Unternehmen – Softwareentwickler und IT-Spezialisten. Darüber hinaus brauchen wir gute Vertriebsleute und Servicetechniker, um unsere internationale Präsenz auszuweiten. So schaffen wir größtmögliche Nähe zu unseren weltweiten Kunden.

Gerhard Rübling, Geschäftsführer Trumpf

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