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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Porträt

Neuer Acatech-Präsident: „Nehmt den Mittelstand mit!“

Von Wolfgang Schmitz | 16. Februar 2017 | Ausgabe 07

„Es gibt eine Menge zu tun. “ Wenn Dieter Spath das sagt, klingt das zunächst völlig unspektakulär.

Foto: Acatech/Christof Rieken

Dieter Spath: „Entscheidend ist, dass Acatech klare, hilfreiche Impulse sendet.“

Und so ist es im Grunde auch gemeint. Der neue Präsident der „Deutschen Akademie der Technikwissenschaften“ (Acatech) hat nicht immer nur die ganz großen technischen Dimensionen und die Global Player im Auge, wenn er von Innovationen im Zuge der Digitalisierung redet. Die Kleinen und etwas Größeren verliert der Maschinenbau-Absolvent der TU München nicht aus dem Blick. Auch, weil er von deren Innovationspotenzialen fest überzeugt ist. „Aus meiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Wittenstein AG weiß ich, wie wichtig es ist, den Mittelstand im Transformationsprozess mitzunehmen.“

Dieser Prozess sei mit Härten und Ängsten vor Stellenabbau verbunden. Durch zunehmende Vernetzung und Künstliche Intelligenz stellten sich dem Arbeitsmarkt neue Herausforderungen. Arbeitsforscher Spath: „Entscheidend ist, dass auch neue Arbeitsplätze entstehen und wir diejenigen, die vom Wandel betroffen sind, frühzeitig darauf vorbereiten.“ Bei Ingenieuren und Informatikern sieht Spath weiterhin „ungebremsten Bedarf“.

Der „anwendungsorientierte Fraunhofer-Mann“, wie sich der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation IAO und Chef des Instituts Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement an der Universität Stuttgart gerne nennt, will dazu beitragen, dass Acatech den Mix aus unternehmerischer und wissenschaftlicher Expertise nutzt, um sich noch stärker in die öffentlichen Diskussionen einzuklinken. „Wer etwas bewegen will, muss sich Gehör verschaffen. Am Ende geht es aber nicht um Marktschreierei. Entscheidend ist, dass Acatech Qualität liefert und klare, hilfreiche Impulse sendet. In diese Richtung wollen wir uns weiterentwickeln“, fordert Spath, der das Präsidentenamt aus der Hand des Geowissenschaftlers Reinhard Hüttl übernimmt.

Erholsamen Abstand von der beruflichen Mehrfachbelastung findet das „Familientier“ im engen Privatkreis. Wenn es die Zeit erlaubt, greift der Professor zur Gitarre oder genießt mit seiner Frau Konzerte im Baden-Badener Festspielhaus. Wird ihm auch das zu eng, zieht es Dieter Spath in die Natur, wo er mit Gewehr oder Fotoapparat auf die Jagd geht. 

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