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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Seitenhieb

Süßer die App nie klingelt

Von Claudia Burger | 7. Dezember 2017 | Ausgabe 49

Ja, es ist Weihnachtszeit. Das Fest der Liebe ist in greifbare Nähe gerückt.

Claudia Burger, Redakteurin, kommt auch ganz gut ohne die App aus.

Die Kolleginnen und Kollegen sind milde gestimmt, alle haben das verzückte Leuchten in den Augen. Jeder mag jeden, alle haben sich gern. Hallo, aufwachen, so ist es natürlich nicht. Es bleibt alles so, wie es immer ist. Das Weihnachtswunder findet nicht statt. Trotzdem ist es natürlich nett, wenn man sich nach einem erfolgreichen Jahr noch einmal in netter Runde zusammenfindet. In vielen Betrieben finden Weihnachtsfeiern statt, der Chef lässt sich nicht lumpen und spendiert ein Essen oder sogar einen schönen Event inklusive Essen und Party. Soll es gar nicht so selten geben. Manche freuen sich drauf, für andere wieder ist das Betriebsweihnachtsfest ein verspätetes Halloween II im Jahr. Tja, man steckt nicht drin.

Aber wie immer im Leben: So ein Abend steckt auch voller Fallstricke. Die Stimmung ist gelöst, der Alkoholpegel steigt. So mancher benimmt sich daneben. Der eine will sich so richtig beim Chef einschleimen und macht sich eher lächerlich. Der nächste sagt dem Kollegen oder der Kollegin mal ehrlich, was ihn schon immer so gestört hat. Der nächste zeigt seine verborgenen Talente beim Tanz auf dem Tisch. Aber Gemach, es gibt Hoffnung auch in dieser Situation. Softwareentwickler in Norwegen haben eine App entwickelt, die gegen übermäßigen Alkoholkonsum helfen soll. Das Programm weist den Nutzer darauf hin, wann eine Alkoholpause nötig ist oder man besser gleich die Kurve kratzt, bevor es zu verbalen Entgleisungen gegen das Team oder den Chef kommt. Man gibt an, wie viele Promille man maximal erreichen möchte, dazu dann Angaben zu Geschlecht und Körpergewicht. Danach ist jedes verzehrte alkoholische Getränk im Gerät zu erfassen. Die App ermittelt dann, wann Feierabend ist. Bleibt zu hoffen, dass der individuelle Pegel nicht doch deutlich unter der Norm liegt, denn sonst wird es mit der Eingabe schwierig. Aber dann ist es ja eh egal.

Wie auch immer. Ein Prosit auf die Technik. Genießen Sie ihr (un)gezwungenes Beisammensein mit den lieben Kolleginnen und Kollegen.  cer

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