Passwort vergessen?  | 
 |  Passwort vergessen?  | 
Suche
  • Login
  • Login

Dienstag, 12. Dezember 2017

Gesundheit

Vier von fünf Berufstätigen klagen über Schlafmangel

Von Wolfgang Schmitz | 22. Juni 2017 | Ausgabe 25

Seit 2010 haben Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 % zugenommen. Vier von fünf Arbeitnehmern fühlen sich derzeit betroffen.

Das besagt eine Studie der Krankenkasse DAK. Beinahe die Hälfte der Erwerbstätigen ist bei der Arbeit müde, knapp ein Drittel gar erschöpft. Die Kosten des Produktionsausfalls durch Fehltage wegen Schlafstörungen berechnet die US-Denkfabrik Rand Corporation 2016 für die deutsche Wirtschaft auf 60 Mrd. €. Die Ursachen seien vielfältig und im Zuge der Digitalisierung kämen neue hinzu, sagt Jörg Lindemann, Leiter des Schlaflabors der Uniklinik Ulm. Menschen setzten sich zu lange dem Monitorlicht am PC, Tablet oder Smartphone aus. „Wenn der Körper keine Dunkelheit verspürt, wird die Ausschüttung des Hormons Melatonin vermindert, das wichtig ist für das Einschlafen.“ Traurig findet Lindemann, wenn Menschen abends Medikamente zum Einschlafen, morgens Medikamente zum Wach werden und tagsüber zum Fitbleiben brauchen. „Das ist dann nur ein künstlicher Schlaf.“

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) beklagt, dass gesunder Schlaf „in unserer modernen 24-Stunden-Gesellschaft nicht hip, sondern eher verpönt ist“. So würden Führungskräfte immer noch als tüchtig gelten, wenn sie nur wenig Schlaf benötigten. 

stellenangebote

mehr