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Freitag, 15. Dezember 2017

Pendeln

„Radeln ist für mich aktive Erholung“

Von Wolfgang Schmitz | 23. Mai 2014 | Ausgabe 21

Norbert Höfert arbeitet im Bereich Technik und Wissenschaft beim VDI. Um zur Arbeit zu kommen, nimmt der Chemiker täglich fast 50 km mit dem Rad auf sich – und das sehr gerne.

VDI nachrichten: Herr Höfert, warum tun Sie sich täglich den Stress an, 23 km zur Arbeit und 23 km zurückzufahren?

Norbert Höfer

Norbert Höfer: "In der S-Bahn fehlt mir der Wind um die Nase." Foto: Zillmann

Höfert: Das ist genau das Gegenteil von Stress, es ist ungemein entspannend und beruhigend. Ich kann die Seele herrlich baumeln lassen. Ich empfinde das Radeln als aktive Erholung.

Werden Sie von den Kollegen belächelt oder bewundert?

Belächelt sicher nicht. Bewundert? Das weiß ich nicht. Ich bin hier als zweirädriger Pendler aber auch nicht ganz allein. Zwei Kollegen teilen meine Leidenschaft.

Fühlen Sie sich gestresst, wenn Sie andere Verkehrsmittel benutzen müssen?

Ja, auf jeden Fall. Bei schlechtem Wetter bleibt mir häufig keine andere Wahl, als mit der S-Bahn zu fahren. In solchen Fällen merke ich, dass mir etwas fehlt, der Wind, der mir um die Nase weht. Das Eingeklemmtsein in einer vollgestopften S-Bahn und diese Bewegungslosigkeit sind für mich fast unerträglich. Es nervt mich, dass ich das Tempo nicht vorgeben kann.

Was meinen Sie: Sind die Pendler in Auto, Bus und Bahn gesundheitlich gefährdeter und gestresster als Radfahrer?

Da will und kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich bin nun mal ein leidenschaftlicher Fahrradfahrer, andere fahren mit großer Begeisterung Auto. Jeder nimmt den Weg zur Arbeit, der für ihn der subjektiv beste ist. Ich möchte hier im Hause auch niemanden zum Radfahren bekehren.  ws

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