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Donnerstag, 23. November 2017, Ausgabe Nr. 47

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Karriere

Studie: Familienfreundlichkeit reicht Frauen nicht aus

Von Rainer Spies | 16. Januar 2015 | Ausgabe 03

Die Studie „top4women – Was Frauen wollen“, die den VDI nachrichten exklusiv vorliegt, widerlegt einige Mythen. Demnach wollen vier von fünf Frauen im Unternehmen aufsteigen und fast zwei Drittel von ihnen ist die Karriere wichtig beziehungsweise sehr wichtig.

spies BU
Foto: istockphoto

Durchstarten und Geld verdienen, das wollen auch die weiblichen Mitarbeiter.

Auch beim Gehalt wollen Frauen Veränderungen sehen und keine Abstriche gegenüber Männern machen und fordern einheitliche und transparente Vergütungssysteme.

Die Studie wurde von Melanie Vogel in Kooperation mit dem Verein Wirtschaftsweiber, einem fachübergreifenden Netzwerk für lesbische Fach- und Führungskräfte, durchgeführt. Vogel ist Veranstalterin des Messe-Kongresses „women & work“ und Geschäftsführerin der "AGENTUR ohne NAMEN". Befragt wurden 3100 Frauen. In der Studie landete die Kategorie „Familienfreundlichkeit und Familieneinrichtung“ nicht einmal unter den Top 10 der wichtigsten Kriterien für die Arbeitgeberwahl. „Der Betriebskindergarten ist nicht entscheidend dafür, ob Frauen einen Arbeitgeber interessant finden oder nicht“, sagt Melanie Vogel.

Die Frauen hätten verstanden, dass Familienfreundlichkeit und spezielle betriebliche Einrichtungen für Familien nicht Allheilmittel seien, um erfolgreich Karriere machen zu können, meint Melanie Vogel.

Dass Frauen unter dem Begriff Karriere, die für 65 % der Befragten wichtig beziehungsweise sehr wichtig ist, etwas anderes verstehen als Männer, hat die Studie belegt: „Für Frauen spielt persönliches Wachstum und Selbstverwirklichung ein sehr viel größere Rolle, als eine Position nach der anderen zu erklimmen und Macht ausüben zu können“, erklärt die Geschäftsführerin.

Daraus zu schließen, Geld sei den Frauen im Beruf nicht wichtig, wäre allerdings verfehlt. Mit „Commitment zum Equal Payment“ (Platz 5) und „Gehaltsentwicklung“ (Platz 6) landeten bei der Befragung gleich zwei Kriterien der Kategorie „Vergütung“ unter den Top 10 der Arbeitgeberwahlkriterien. „Es hat ein Umdenken stattgefunden“, mahnt Melanie Vogel die Arbeitgeber. Den Frauen sei das Thema Vergütung seit der vergangenen Befragung wichtiger geworden. 

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